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Zaun oder Hecke – nicht nur eine Frage des Geschmacks
21. September 2018

Zaun oder Hecke – nicht nur eine Frage des Geschmacks

Natur pur mit einer Hecke oder Sicherheit und Exklusivität mit Tor, Zaun oder Mauer: Bei den Abtrennungsmöglichkeiten zwischen zwei Grundstücken gibt es eine große Auswahl. Entscheiden sind vor allem Geldbeutel und Geschmack.


Zur Heckengestaltung eignen sich unter anderem verschiedene Gehölze. Sicherlich die meistverwendete Pflanze ist der Kirchlorbeer und die Thuja. Günstig, einfach selber zu vermehren und schnell im Wachstum wird die Pflanze innerhalb kürzester zeit dicht und hoch. Ein jährlicher Rückschnitt ist hier unverzichtbar, denn der Kirchlorbeer erreicht eine Höhe von über 5 m, wenn man ihn denn lässt. Bei der Anpflanzung sollte man hier unbedingt die Grenzabstände des Nachbarschaftsrechtes großzügig beachten, wenn die Breite der Hecke ist nicht zu unterschätzen.

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Da es sich beim Nachbarschaftsrecht um Landesrecht handelt, gelten in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen. In NRW gilt, dass eine Hecke bis 2 m Höhe mindestens 0,50 m Abstand zur Grenze haben muss, wenn die Hecke höher wachsen soll ist ein Mindestabstand von 1 m einzuhalten. Am besten spricht man vorher mit dem Nachbarn. Bei guter Nachbarschaft kann man vielleicht die Anschaffungskosten teilen und die Hecke gemeinsam auf der Grenze anlegen.

Gehölze die sich als Hecke eignen sind außerdem: Buchsbaum (sehr langsam wachsend), Heinbuche (im Winter kahl) oder wie wäre es mit einer Zierhecke aus verschiedenen Gehölzen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Zusammenspiel aus Bauernjasmin, Fasanenspiere, Brautspiere, Zierjohannesbeere und Maublumenstrauch.

Zaun statt Baum

Eine saubere Alternative kann ein Zaun sein. Zunächst muss man die Entscheidung zwischen Holz oder Metall treffen. Bei einem Gartenzaun aus Holz ist Holzschutz ein wichtiges Thema. Ob Lattenzaun oder Jägerzaun alle benötigen einen regelmäßigen Schutzanstrich. Verwenden sollte man auf jeden Fall vorimprägnierte Hölzer, beim Bau ist darauf zu achten, dass die Pfosten in Pfostenschuhen der Einschlaghülsen verankert werden und das Holz keinen direkten Kontakt zum Boden hat.

Die schnellste und kostengünstigste Variante ist der Maschendrahtzaun, ob dieser optisch passt muss jeder selbst entscheiden. Edel und damit auch teurer ist der Zaun aus Schmiedeeisen. Diese Zäune kann man entweder unbeschichtet (Roheisen/Edelrost) verbauen oder mit einer Beschichtung veredeln:

Pulverbeschichtung

Bei der Pulverbeschichtung wird das Material abgestrahlt und dann zinkphosphatiert abschließend dann mit der gewünschten Farbe endbeschichtet. Diese Behandlung bietet einen extrem hohen Korrosionsschutz.

Feuerverzinkung

Bei der Feuerverzinkung wird der Zaun in flüssiges Zink (450° Celsius) getaucht. Dadurch bildet sich eine Legierungsschicht aus Eisen und Zink, die das Erzeugnis langfristig vor der Witterung schützt. Der Artikel erhält damit den rustikalen Farbton silber-matt. Unbehandelt kostet so ein Zaun ca. 80 Euro pro Meter, mit Feuerverzinkung ca. 110,00 Euro pro Meter und mit Pulverbeschichtung stolze ca. 130,00 Euro pro Meter. Hier lohnt sich ein Preisvergleich. (sw)





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