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Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen deutlich gesunken
16. März 2018

Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen deutlich gesunken

Deutschland braucht dringend mehr Wohnungen. Darin sind sich Politik und Branchenexperten mittlerweile weitestgehend einig. Umso ernüchternder fallen die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu den deutschen Wohnungsbaugenehmigungen aus. 2017 sind sie deutlich gesunken.


Laut dem Statistischen Bundesamt wurden 2017 in Deutschland 7,3% oder 27.300 weniger Baugenehmigungen von Wohnungen insgesamt erteilt als im Jahr 2016. Damit sei die Zahl der genehmigten Wohnungen erstmals seit 2008 niedriger als im jeweiligen Vorjahr, nachdem die Zahlen von 2008 bis 2016 kontinuierlich gestiegen waren. Bei den Wohngebäuden mit drei oder mehr Wohnungen sei das Niveau im Vergleich zum Vorjahr gehalten worden.

Mehr politischer Mut gefordert

Bei der Immobilienbranche sorgt das für Unverständnis. „Insbesondere die Stagnation bei den Mehrfamilienhäusern zeigt in die falsche Richtung“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Diese Zahlen müssten die Politik aufhorchen lassen. „Wir brauchen mehr Mut auf Seiten der Politik. Wir haben jetzt endlich das Kabinett, das sich dieser Fehlentwicklung mit den richtigen Maßnahmen annehmen kann. Dazu zählen vor allem die schnelle Umsetzung der Baulandoffensive, schnellere Grundstücksvergaben, Baugenehmigungsverfahren und neue Anreize für den Wohnungs- und Nichtwohnungsbau“, so Mattner. (mh)





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