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Wohnungsbaugenehmigungen legen um ein Viertel zu
29. November 2016

Wohnungsbaugenehmigungen legen um ein Viertel zu

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen hat sich in Deutschland in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um fast ein Viertel erhöht. Insgesamt haben die Bewilligungen den höchste Stand seit 1999 erreicht. Vor allem Mehrfamilienhäuser und Wohnheime legten kräftig zu.


Von Januar bis September 2016 wurde laut statistischem Bundesamt (Destatis) in Deutschland der Bau von insgesamt 276.300 Wohnungen genehmigt. Das waren 24,0% oder rund 53.500 mehr als in den ersten neun Monaten 2015. Eine höhere Zahl an genehmigten Wohnungen hatte es in den ersten neun Monaten eines Jahres zuletzt im Jahr 1999 gegeben (331.600).

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Mehrfamilienhäuser als Wachstumsmotor

Von den in den ersten neun Monaten 2016 genehmigten Wohnungen waren 232.500 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+21,5%). Dieser starke Zuwachs zeigte sich vor allem in Mehrfamilienhäusern (+27,5%). Die Anzahl genehmigter Wohnungen in Zweifamilienhäusern stieg um 12,6%, in Einfamilienhäusern nur um 3,0%.

Wohnheim-Boom

Prozentual am stärksten stiegen die Baugenehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen mit einem Plus von fast 130%. Zu dieser Kategorie zählen unter anderem Flüchtlingsunterkünfte. Insgesamt wurden von Januar bis September 2016 mehr Wohnungen in Wohnheimen genehmigt als in Zweifamilienhäusern. Ohne Berücksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen stiegen die Baugenehmigungen in neuen Wohngebäuden um 16,8 %.

Um- und Ausbau auf höchstem Stand seit 1998

Die Zahl der Wohnungen, die durch genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen, erreichte in den ersten neun Monaten 2016 mit 39.000 Wohnungen den höchsten Wert seit 1998. Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude erhöhte sich von Januar bis September 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,8 Millionen Kubikmeter auf 159,5 Millionen Kubikmeter (+15%). Diese Entwicklung ist sowohl auf einen Anstieg der Genehmigungen bei den öffentlichen Bauherren (+34%) als auch bei den nichtöffentlichen Bauherren (+13,3%) zurückzuführen. (mh)





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