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Wohnimmobilienmarkt auf Mallorca setzt Boom unverändert fort
23. Februar 2018

Wohnimmobilienmarkt auf Mallorca setzt Boom unverändert fort

Mallorca ist nicht nur bei deutschen Urlaubern beliebt. Auch Immobilienkäufer lieben die Baleareninsel. Die Anzahl der Wohnimmobilienverkäufe ist 2017 stark gestiegen. Vor allem das Interesse an Zweitwohnsitzen ist weiter ungebrochen groß. Daran dürfte sich laut Engel & Völkers auch so schnell nichts ändern.


Die Nachfrage nach Wohnimmobilien auf Mallorca ist ungebrochen hoch. Die Anzahl der Transaktionen auf der beliebten Baleareninsel ist 2017 um etwa ein Fünftel gestiegen. „Die positive Entwicklung stärkt das Vertrauen der Käufer, weil sie in einen kontinuierlich wachsenden Markt investieren“, sagt Florian Hofer, Geschäftsführer von Engel & Völkers auf den Balearen. Auch die 17 Engel & Völkers Wohnimmobilien-Shops auf Mallorca verzeichneten 2017 ein Plus. Im Vergleich zu 2016 wuchs ihr Transaktionsvolumen um 40% auf rund 0,5 Mrd. Euro.

Nachfrageüberhang

Die hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien führte auf der Baleareninsel im vergangenen Jahr zu einer Verknappung des Objektangebots. Gerade das Premium-Segment entwickelte sich laut Engel & Völkers verstärkt zu einem Verkäufermarkt. Dadurch gerieten auch Gegenden in den Fokus, die vor einigen Jahren noch weniger gefragt waren, wie etwa der Strandabschnitt Playa de Palma oder der Küstenort Cala Major.

Großes internationales Interesse

Internationale Käufer dominieren dabei nach wie vor Mallorcas Immobilienmarkt. Die Kunden stammen dabei mehrheitlich aus dem deutschsprachigen Raum, Großbritannien und Skandinavien. Zudem suchen vermehrt spanische Interessenten ein Objekt auf Mallorca. Ein Grund für diesen Anstieg sieht Engel & Völkers in der erstarkten spanischen Wirtschaft.

Die Top-Regionen

Zu den Top-Regionen in Mallorcas Premium-Segment gehören der Südwesten und Son Vida. Villen in erster Meereslinie sowie Penthäuser zählen im Südwesten zu den beliebtesten Objektarten – gerade im Neubaubereich. Der Durchschnittspreis für Villen in der exklusivsten Lage Puerto de Andratx lag 2017 bei 4,5 Mio. Euro. Eigentumswohnungen in Bendinat und Puerto Portals erreichten im letzten Jahr einen Durchschnittspreis von 800.000 Euro. Kein Gebiet Mallorcas verzeichnete 2017 im Premium-Segment so große Steigerungen bei den Durchschnittspreisen für Häuser und Apartments wie der Südwesten.

In Son Vida werden Villen mit Meerblick und klassische mediterrane Anwesen mit großen Gärten geschätzt. Seit einigen Jahren sind außerdem verstärkt moderne Villen bekannter Architekten gefragt. Der Durchschnittspreis für solche hochwertigen Objekte lag 2017 ebenfalls bei 4,5 Mio. Euro. Da in Son Vida zukünftig keine Baulizenzen mehr vergeben werden, rechnet Engel & Völkers hier weiter mit steigenden Preisen.

Auch im Norden Mallorcas finden sich vereinzelte Top-Objekte. Besonders in der Region Formentor, wo der Durchschnittspreis für Villen 2017 bei 4,5 Mio. Euro lag. Da Immobilien direkt am Meer äußerst rar sind, beobachtet Engel & Völkers ein größeres Interesse für ländlich gelegene Objekte mit Pool, die nur etwa 15 Autominuten von der Küste entfernt sind. Zudem bot der Norden mit einem Durchschnittspreis von 400.000 Euro 2017 in Puerto Pollensa ein attraktives Preisniveau für Premium-Apartments.

Schwerpunkt Palma de Mallorca

Fast die Hälfte aller Wohnimmobilienverkäufe des mallorquinischen Gesamtmarkts wurde 2017 in Palma getätigt. Im Vorjahresvergleich stieg der Durchschnittspreis für exklusive Stadthäuser in der Altstadt von Palma auf 3,8 Mio. Euro. Besonders gefragt sind in der Inselhauptstadt zudem Eigentumswohnungen. Am Küstenabschnitt zwischen den Stadtteilen Portixol und Ciudad Jardín erzielten Apartments mit Meerblick 2017 einen Durchschnittspreis von 800.000 Euro. Gutes Investitionspotenzial biete in Palma aufgrund des noch moderaten Preisniveaus derzeit das Viertel El Terreno. Mallorcas Westen hat mit das höchste Preisniveau für Wohnimmobilien im Spitzensegment. Der Durchschnittspreis für Häuser in der Top-Lage Deiá lag 2017 bei 3,5 Mio. Euro. Zu den geschätztesten Lagen gehören darüber hinaus Valldemossa und Puerto de Sóller.

Fincas bleiben begehrt

Durch die Nähe zu Palma sind vor allem Puig de Ros und Cala Blava im Süden Mallorcas sehr beliebt. Villen in erster Meereslinie mit Blick auf die Bucht von Palma erreichten dort 2017 einen Durchschnittspreis von 1,9 Mio. Euro. Mit die exklusivsten Gegenden der Inselmitte sind Santa Maria und Alaró. Zu den begehrtesten Objektarten zählen dort klassische Fincas mit moderner Ausstattung. Hochwertige Immobilien dieser Art erzielten 2017 einen Durchschnittspreis von 1,8 Mio. Euro. Käufer im Nordosten Mallorcas suchen Villen in Meeresnähe sowie Fincas in der Umgebung von Artà. Der Durchschnittspreis für diese Objekte in 1a-Lagen betrug 2017 1,7 Mio. Euro. Im Südosten Mallorcas ist vor allem das Gebiet um Santanyí beliebt – gerade bei Kunden aus Deutschland. Villen in erster Meereslinie und Fincas erzielten 2017 einen Durchschnittspreis von 1,6 Mio. Euro.

Positiver Ausblick für 2018

Nach Einschätzung von Engel & Völkers wird Mallorca auch in diesem Jahr ein begehrter Zweitwohnsitz-Hotspot bleiben. Dazu tragen nicht nur die abwechslungsreiche Landschaft und das milde Klima bei, sondern ebenso die gute und zukünftig weiter wachsende Infrastruktur. Einrichtungen wie internationale Schulen oder ein hervorragendes Gesundheitswesen ermöglichen außerdem das ganzjährige Wohnen auf der Insel. Zudem verfügt Mallorca durch den internationalen Flughafen von Palma über eine sehr gute Erreichbarkeit. Zur Beliebtheit der Feriendestination tragen auch die stabilen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen bei. „Aufgrund des großen Nachfrageüberhangs rechnen wir insbesondere im Premium-Segment weiter mit steigenden Immobilienpreisen“, sagt Florian Hofer. Die Verknappung von Baugrundstücken in Top-Lagen wird diese Entwicklung zukünftig verstärken. (mh)





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