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Wegen hoher Mieten: Mehr Rente für Städter?
01. Juni 2018

Wegen hoher Mieten: Mehr Rente für Städter?

Die Preisexplosion der Mieten in einigen deutschen Großstädten ist in diesem Jahr fester Bestandteil der politischen Agenda. Gundula Roßbach, die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, hat vor diesem Hintergrund nun eine Erhöhung der Renten für Städter ins Spiel gebracht.


Die Mietpreise in Ballungsräumen sind in Deutschland oft deutlich höher als im ländlichen Raum. Gundula Roßbach fordert daher nun, diese Tatsache bei der Berechnung der Grundrente zu berücksichtigen. Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung will eine höhere Grundrente in Ballungsräumen einführen. Vor allem im Alter müsse die Politik Menschen vor einem sozialen Abrutschen geschützt werden.

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Mietunterschiede ausgleichen

Konkret sollen die Mietpreisunterschiede zwischen Stadt und Land in die Berechnungsformel der geplanten Grundrente für langjährige Geringverdiener einfließen. Im Bayerischen Wald beispielsweise würden Betroffene schließlich im Schnitt mehrere Hundert Euro weniger als in München zahlen. Solche Preisunterschiede sin laut Roßbach im bisherigen System nur schwer auszugleichen.

Neue Rente für langjährige Beitragszahler

Die Grundrente soll noch im kommenden Jahr auf den Weg gebracht werden. Dem Konzept zufolge erhalten Arbeitnehmer, die 35 Jahre lang Beiträge gezahlt haben oder Zeiten der Erziehung oder Pflege vorweisen können, zukünftig Anspruch auf eine Grundrente. Inwieweit die Forderungen Roßbachs in endgültige Konzept einfließen werden, bleibt aber abzuwarten. (mh)





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