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VON POLL IMMOBILIEN stellt 10-Punkte-Programm zum Bestellerprinzip vor
08. November 2018

VON POLL IMMOBILIEN stellt 10-Punkte-Programm zum Bestellerprinzip vor

Das geplante Bestellerprinzip beim Kauf von Immobilien sorgt weiter für Diskussionsbedarf. Nun hat sich mit VON POLL IMMOBILIEN ein weiteres führendes Maklerhaus in Deutschland zu Wort gemeldet – und ein 10-Punkte-Programm als Angebot an die Politik vorgestellt.


Nächste Runde in der Diskussion um ein mögliches Bestellerprinzip beim Immobilienkauf. Als konstruktiven Beitrag zur aktuellen Sachdiskussion um die mögliche Einführung in Deutschland hat das Maklerhaus VON POLL IMMOBILIEN ein 10-Punkte-Programm mit Vorschlägen zur Anpassung bestehender Regelungen vorgelegt.

Die 10 Punkte im Überblick:
  • Vereinheitlichung und Teilung der Courtage in ganz Deutschland hälftig zwischen Verkäufer und Käufer in einer Höhe von 3% netto pro Seite
  • Unberührt von der hälftigen Courtage-Teilung: Märkte für Premiumimmobilien ab 1 Mio. Euro und Anlageobjekte/Mehrfamilienhäuser/Gewerbeimmobilien
  • Wohnraum bezahlbar machen: Die Senkung der Mehrwertsteuer auf die Courtage von 19 auf 7% bei selbstgenutzten Wohnimmobilien mit einem Kaufpreis bis 400.000 Euro
  • Für Immobilien mit einem Verkaufspreis von unter 250.000 Euro eine steuerliche Freigrenze, bei einem Betrag zwischen 250.000 und 400.000 Euro eine Grunderwerbsteuer von 50% des üblichen Satzes
  • Teilung der Grunderwerbsteuer hälftig zwischen Verkäufer und Käufer (mit Ausnahmen, z. B. bei geleisteter Erbschafts- oder Spekulationssteuer oder Verlusten durch Verkauf, auch die anstehende Neuregelung der Grundsteuerberechnung ist zu berücksichtigen), Angleichung der von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Steuersätze, die in den letzten Jahren teilweise dramatisch gestiegen sind – im Gegensatz zu den Sätzen der Maklercourtage
  • Einführung eines Sachkundenachweises für Immobilienmakler in Deutschland zur Sicherstellung der Qualifizierung und als Zulassungsbeschränkung für den Maklerberuf
  • Vermögensschadenhaftpflicht- und Haftpflichtversicherung für alle Makler
  • Tätigwerden des Immobilienmaklers nur mit schriftlichem Maklervertrag
  • Vertretung aller Immobilienmaklerunternehmen in einem Verband
  • Nach Verkündung von entsprechenden Gesetzesänderungen eine Übergangsfrist von einem Jahr
Berufszulassungsregeln einführen

VON POLL IMMOBILIEN schließt sich somit dem kürzlich auch von Mitbewerbern unterbreiteten Vorschlag einer fairen Teilung der Courtage zwischen Käufer und Verkäufer zu je 3% an. Darüber hinaus umfassen die Punkte weitere Vorschläge, die sowohl zur Senkung der Kosten für den Erwerb selbstgenutzten Wohnraums beitragen als auch auf eine weitere Professionalisierung der Maklerschaft zielen. Vor allem Letzteres sei sowohl für die Immobilienmaklerbranche als auch für die Verbraucher von zentraler Bedeutung. Es müsse endlich sichergestellt sein, dass jeder Makler in Deutschland einen fachkundigen, durch eine Berufszulassungsregelung bestätigten Service auf höchstem Qualitätsniveau erbringt, der eine angemessene Honorierung rechtfertigt.

Irreführender Begriff

VON POLL IMMOBILIEN verweist zudem darauf, dass der Begriff „Bestellerprinzip“ in die Irre führt. Schließlich müsste gemäß eines Bestellerprinzips der Käufer den Makler bezahlen, wenn er ihn mit der Suche einer Immobilie beauftragt. Das sei an vielen attraktiven Standorten in Deutschland derzeit der Fall ist, aber von der Politik ja gerade nicht gewollt. Beim derzeit angestrebten „Bestellerprinzip“ handele es sich somit eher um eine gesetzlich eingeführte Eigentümerprovision. Diese sei bei Vermietungen zwar akzeptabel, beim Kauf aber unfair. Laut VON POLL IMMOBILIEN ist der Ansatz der gleichmäßigen Teilung der Courtage fairer.

Notarsystem nicht ändern

Die Notarkosten – ein weiterer Faktor bei den Nebenerwerbskosten – will VON POLL IMMOBILIEN nicht antasten. Das deutsche Notariatswesen sei schließlich bewährt und genieße auch im internationalen Vergleich einen hervorragenden Ruf, auch was seine Dienstleistungen und das rechtsnormsichere Vorgehen bei Immobilientransaktionen betrifft. (mh)





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