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Trotz Wohnungsmangel: Weniger Baugenehmigungen in Bayern
08. August 2017

Trotz Wohnungsmangel: Weniger Baugenehmigungen in Bayern

Wohnungsmangel ist auch in Bayern ein wichtiges Thema, allen voran in den Zentren wie München, Ingolstadt oder Augsburg. Die Landespolitik gibt sich bemüht. Die Realität spricht aber eine andere Sprache. Im ersten Halbjahr 2017 wurden im Freistaat sogar weniger Wohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum.


Bayern hat im ersten Halbjahr 2017 rund 2% weniger Wohnungen genehmigt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamts. Insgesamt haben demnach die Behörden des Freistaats 36.058 Baugenehmigungen erteilt. Das waren 681 weniger als in den ersten sechs Monaten 2016.

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Verdichtung statt Neubau

Besonders deutlich ist die Zahl der Neubauten gesunken. Sie gab um mehr als 4% auf 31.000 Wohnungen nach. Genehmigungen für Nachverdichtungen haben hingegen um rund 15% zugelegt. In Form von Um- oder Ausbau im Gebäudebestand sind insgesamt 4.362 Wohnungen genehmigt worden.

Starke regionale Unterschiede

Regional gibt es große Unterschiede. Während die Genehmigungszahlen in den Landkreisen relativ stabil geblieben sind, sind sie in den Städten deutlich gesunken. Sowohl relativ wie auch absolut verzeichnete Oberbayern das größte Plus. Hier wurden von Januar bis Juni mit insgesamt 13.533 Wohnungen rund ein Achtel mehr Genehmigungen erteilt. Mittelfranken verbuchte immerhin noch ein Plus von 15%. Ein Minus von teilweise mehr als einem Viertel mussten dagegen die Regierungsbezirke Oberpfalz, Unter- und Oberfranken hinnehmen, Schwaben immerhin von mehr als einem Zehntel. (mh)





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