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Tipps bei der Küchenplanung – was man vor dem Kauf beachten sollte
05. Juni 2018

Tipps bei der Küchenplanung – was man vor dem Kauf beachten sollte

Die Küche wird für viele Menschen immer mehr zum Wohnraum. Bei vielen modernen Küchenkonzepten gibt es keine räumliche Trennung mehr zum Wohn- oder Esszimmer. Doch bevor man sich eine neue Küche kauft, ist eine strukturierte und bedürfnisgerechte Planung sinnvoll. Immerhin soll man sich 10 bis 15 Jahre darin wohlfühlen. Dafür müssen sowohl Optik als auch Funktionalität stimmen.


Der erste Schritt: einen Grundriss zeichnen

Bevor man sich in Online-Planer oder ins Möbelhaus stürzt, braucht man einen detaillierten Grundriss der verfügbaren Fläche. Dabei sollte man auf folgende Punkte achten:

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  • Wie breit, lang und hoch ist der Raum? Ratsam ist es dabei, einen bestimmten Maßstab (z.B. 1:10) zu wählen, damit man schnell erkennt, ob eine bestimmte Küche ausreichend Platz hat.
  • Wo befinden sich Fenster, Steckdosen oder Anschlüsse (Herd, Wasser, Abluftschacht etc.)?
  • Wie weit gehen die Tür und die Fenster auf?
  • Gibt es Dachschrägen, Ausbuchtungen oder Nischen, die bei der Küchenplanung einschränken oder die man sinnvoll nutzen könnte?

Den so erstellten Grundriss kopiert man sich mehrere Male, um nach Lust und Laune verschiedene Stellvarianten einzuzeichnen und Konzepte durchzuspielen.

Das Budget und Prioritäten festlegen

Nun setzt man sich ein realistisches Preislimit, wobei man einen kleinen Teil davon als Puffer für Unvorhergesehenes einrechnet. An das Budget sollte man sich strikt halten, denn preislich gibt es bei Küchen immer Luft nach oben.

Hat man festgelegt, wie viel man bezahlen möchte und welchen Platz man zur Verfügung hat, ist eine Liste mit Prioritäten sinnvoll. Mögliche Inhalte können sein:

  • Material
  • Küchenform
  • Kochinsel
  • integrierter oder freistehender Kühlschrank
  • Apothekerschrank
  • Induktionsherd
  • Stromverbrauch und Lärmpegel der Geräte usw.

Sucht man anschließend nach konkreten Angeboten, kann es sein, dass man diese Liste an den verfügbaren Platz oder an das vorhandene Budget anpassen muss.

Tipp: Von günstigeren Ausstellungsküchen ist abzuraten – sie passen meist nicht in die eigenen vier Wände, da sie entweder zu groß oder zu klein sind und die Anschlüsse und Steckdosen oft nicht ideal liegen. Spätere Ausbesserungen und Umbauten sind häufig sehr teuer.

Planung des Küchenaufbaus

Bei Küchen sind diese Grundformen üblich: einfache oder doppelte Küchenzeilen sowie Küchenzeilen in L-, U- oder G-Form. Bei ausreichendem Platz bietet eine Kochinsel ein optisches Highlight und zusätzlichen Stauraum. Die Küchenform ist eng mit der Funktionalität verbunden. Hierbei gilt es Folgendes zu beachten:

  • Anordnung der Küchenelemente: Um sich Laufwege zu sparen, ist es ratsam, die Küchenbereiche nach diesem Schema anzuordnen (bei Rechtshändern von rechts nach links, bei Linkshändern andersherum): Aufbewahren → Vorbereitung → Zubereitung, Braten und Backen → Anrichten → Abspülen und Müllentsorgung.
    Bei der Zubereitung eines Gerichts wandert man dann durch diese Bereiche. Die jeweils benötigten Utensilien werden dort verstaut, wo sie gebraucht werden. Häufig genutzte Kochgeräte sind in Griffweite aufzubewahren. Mit Schubladen-Organizern bleibt alles schön übersichtlich und man hat beim Kochen alles schnell zur Hand.
  • Ergonomische Arbeitshöhe: Um Haltungsschäden zu vermeiden, sollten die Bereiche jeweils so hoch sein, wie es der natürlichen Arbeitshaltung entspricht. Idealerweise befindet sich das das Kochfeld ca. 10–15 cm unterhalb der Arbeitsplatte. Die Spüle liegt hingegen etwas über der Arbeitsfläche, da man beim Abwasch mit den Händen in das Spülbecken – also nach unten – greift. Um die Grundhöhe zu berechnen, stellt sich der Hauptnutzer mit angelegten Oberarmen und um 90° angewinkelten Unterarmen vor die Arbeitsfläche. Von dieser Position aus ist ein Abstand von 15 cm zwischen den Händen und der Arbeitsplatte perfekt. Der Herd und die Spülmaschine sind erhöht zu positionieren, damit man sich nicht so häufig bücken muss.
  • Der richtige Abstand: Zwischen der Arbeitsplatte und den Hochschränken ist ein Abstand von 60 cm zu empfehlen; zwischen den Küchenzeilen am besten 120 cm. Der Arbeitsbereich zwischen Spüle und Kochfeld sollte mindestens 90 cm breit sein, besser sind 120 cm, denn hier wird überwiegend gearbeitet.
  • Beleuchtungskonzept: Zusätzlich zur Deckenbeleuchtung sind Unterbauleuchten nötig, da man sonst mit dem eigenen Schatten die Arbeitsfläche verdunkelt.

Natürlich spielen bei der Küchenplanung auch persönliche Vorlieben und Bedürfnisse eine wichtige Rolle. Eine Familienküche braucht mehr Platz als eine Variante für Singles und eine Studenten-WG setzt in Sachen Ergonomie sicherlich andere Maßstäbe als älterer Mensch. Beim Design scheiden sich ebenfalls die Geister. Manche mögen es modern und fühlen sich mit dunklen Tönen sowie einer dezenten Optik wohl, andere bevorzugen einen verträumten Landhausstil.

Weiterführende Informationen und wertvolle Tipps zur Küchenplanung findet man im Magazin von Küchenquelle. Dort wird beispielsweise beschrieben, wie sich kleine Nischen ideal nutzen lassen auf was beim Einräumen der Küchenutensilien zu beachten ist.





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