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Thüringen: Förderung für sozialen Wohnungsbau muss nachgebessert werden
01. März 2016

Thüringen: Förderung für sozialen Wohnungsbau muss nachgebessert werden

Thüringens Wohnungswirtschaft reagiert enttäuscht auf die geplanten Programme zur sozialen Wohnungsbauförderung aus dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Der Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V. (vtw) regt Nachbesserungen an.


Die Mitgliedsunternehmen des vtw haben in den vergangenen Wochen zu den Entwürfen der Richtlinien Stellung zur sozialen Wohnungsbauförderung in Thüringen genommen. Das Ergebnis: „Kein einziges Unternehmen hat uns die Rückmeldung gegeben, dass es die darlehensbasierten Förderprogramme in Anspruch nehmen würde“, so Constanze Victor, Direktorin des Verbandes Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (vtw). Belegungs- und Mietpreisbindung bis 2031, technisch überzogene Anforderungen, ein nicht kalkulierbarer Verwaltungsaufwand und eine unzureichende Kostendeckung machen diese Programme unattraktiv.

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Aufstockung erwartet

Positiv beurteilt der vtw dagegen die Richtlinie des „Thüringer Barrierereduzierungsprogrammes“. Allerdings gelte hier: Der Verband setzt auf die Zusage der Politik, dass die versprochenen 5 Mio. Euro für 500 Wohnungen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung im Freistaat unproblematisch aufgestockt werden können.

„Kaum sinnvolle Anreize“

„Es geht darum, zukunftsfähigen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – dort wo er gebraucht wird“, sagt Constanze Victor. Mit den neuen Richtlinien gibt die Landesregierung kaum sinnvolle Anreize. Der Verband signalisiert deshalb seine Gesprächsbereitschaft für eine Überarbeitung der Förderprogramme. Ziel ist, dass in Wachstumsregionen bezahlbarer Neubau und in allen anderen Regionen zukunftsfähiges Wohnen für alle Schichten möglich ist.

Um praxisnahe Förderprogramme zu erarbeiten, schlägt der vtw vor:

1. Evaluierung der bisherigen Wohnungsbauförderprogramme 2. Berücksichtigung „breiter Schichten“ der Bevölkerung im Hinblick auf die zweite Sanierungswelle und die Entwicklung in Stadt und Land 3. Realistische Wirtschaftlichkeitsberechnungen 4. Abkehr von einer starren Mietpreisbindung über 15 Jahre 5. Flexiblere Handhabung der Belegungsbindungen 6. Abbau unzumutbarer bürokratischer Hürden und Verwaltungsverfahren (sw)





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