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Stimmung unter deutschen Immobilienfinanzierern erreicht Jahreshöchstwert
06. November 2017

Stimmung unter deutschen Immobilienfinanzierern erreicht Jahreshöchstwert

Das BF.Quartalsbarometer ist im vierten Quartal deutlich gestiegen. Der Indikator für die Stimmung der deutschen Immobilienfinanzierer ist damit auf ein neues Jahreshoch geklettert. Institute können demnach vermehrt höhere Margen durchsetzen. Eine Wende in der Zinspolitik erwarten sie hingegen nicht.


Die Stimmung unter den deutschen Immobilienfinanzierern verbessert sich: Das BF.Quartalsbarometer ist im vierten Quartal 2017 von 0,02 auf das Jahreshoch von 0,6 Punkten gestiegen. Damit zeigt der Barometerwert einen ausgeglichenen Finanzierungsmarkt an. Insgesamt schätzen 39% der Institute die Lage positiv ein. Das sind etwas mehr als im Vorquartal. Im Gegenzug erwartet keiner der Experten restriktivere Finanzierungsbedingungen.

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Keine Wende in der Zinspolitik zu erwarten

Von der Europäischen Zentralbank (EZB) sind den befragten zufolge mittelfristig keine gravierenden Änderungen der Zinspolitik zu erwarten. Die Notenbank weitet ihr Engagement immer noch aus – sie hat lediglich das Tempo der Ausweitung Ende Oktober 2017 etwas reduziert. Vor diesem Hintergrund dürfte die Nachfrage nach alternativen Immobilienfinanzierungsinstrumenten wie Anleihen oder Mezzanine-Kapital auch 2018 hoch bleiben.

Stimmung unter deutschen Immobilienfinanzierern erreicht Jahreshöchstwert
Höhere Risikobereitschaft bei den Banken

Ein wichtiger Trend in diesem Quartal ist, dass die Banken wieder höhere Risiken eingehen. Sowohl Loan-to-Values (LTV) bei Bestandsimmobilien als auch Loan-to-Costs (LTC) bei Projektentwicklungen sind deutlich angestiegen. Der durchschnittliche LTV erreicht mit 72,0% sogar den Höchstwert seit Erhebung des Barometers. Der LTC liegt im Schnitt bei 74,5% und erreicht damit immerhin den höchsten Stand seit dem vierten Quartal 2014. Den Banken gelingst es aber auch besser, sich diese Risiken vergüten zu lassen. Die Margen sind bei Projektenwicklungsfinanzierungen um 8 auf 207 Basispunkte gestiegen, bei Bestandsfinanzierungen um 4 auf 140 Basispunkte.

Alternativen Finanzierungsinstrumenten bleiben gefragt

Die BF.direkt AG erwartet insgesamt, dass auch 2018 alternative Finanzierungsinstrumente stark gefragt sein werden: „Die zu erwartende Zinspolitik der EZB trägt dazu bei. Für Investoren gibt es kaum Ausweichmöglichkeiten mit vergleichbarem Rendite-Risiko-Profil.“ Zudem sei absehbar, dass der Boom bei Projektentwicklungen anhält und damit auch der große Bedarf an Mezzanine-Kapital. (mh)





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