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So ticken Deutschlands Häuslebauer
07. März 2018

So ticken Deutschlands Häuslebauer

Das eigene Heim ist der Lebenstraum vieler Bundesbürger. Dank noch immer historisch niedriger Zinsen erfüllen sich auch immer mehr Deutsche diesen Traum. Doch wie ticken diese Häuslebauer eigentlich? Dieser Frage ist die Bauherren-Studie von Almondia auf den Grund gegangen.


Bei allem Stress, der mit dem Planen und Bauen der eigenen vier Wände verbunden ist, ist das Projekt Eigenheim für den überwiegenden Teil der deutschen Bauherren unter dem Strich eine große Freude. 95% der Deutschen, die in den kommenden zwei Jahren ein Haus bauen wollen, freuen sich darauf. 86% der angehenden Eigenheimbesitzer vertrauen darauf, dass der Bau Kräfte und Kreativität freisetzen wird. Das zeigt eine Umfrage des Bauherren-Beraters Almondia im Rahmen der „Bauherren-Studie“.

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Unabhängigkeit im Alter

Bein knapp der Hälfte der Befragten löst „Projekt Traumhaus“ manchmal aber auch Existenzängste aus. Dennoch würden neun von zehn Deutschen, die in den vergangenen fünf Jahren ein Haus gebaut haben, dies auch tun, wenn sie gewusst hätten, was alles auf sie zukommt. Die eigenen vier Wände bedeuten für die meisten Bauherren insbesondere ein großes Stück Unabhängigkeit. Für vier von fünf deutschen Bauherren ist ein entscheidender Vorteil des Eigenheims, dass sie im Alter mietfrei wohnen können. Zwei Drittel sehen das Haus zudem als eine Form der Geldanlage.

Reizvolles Gesamtpaket

„Es ist das Gesamtpaket, das den besonderen Reiz ausmacht. Anstatt Miete zu zahlen, wird das Geld in seine eigene Zukunft investiert. Gleichzeitig wird man, im wahrsten Sinne des Wortes, zum eigenen Herr im Haus und kann ohne Rücksicht auf einen Vermieter schalten und walten“, kommentiert Christian Vatter von Rlevance Consulting, der ergänzend zur Almondia-Studie Tiefeninterviews mit Bauherren durchgeführt hat.

Belastungs- statt Freudefaktor für Familienleben

Für viele Bauherren hat das Vorhaben noch eine weitere stark emotionale Seite. Vier von fünf Befragten glauben, dass der Bau eines eigenen Hauses die Familie zusammenschweißen wird. Diplom-Psychologe Vatter sieht das jedoch kritisch. „Wenn es in einer Ehe schon vorher gekriselt hat, besteht die Gefahr, dass sich der Konflikt durch die Strapazen eines Hausbaus noch weiter verstärkt“. Laut der Almondia-Umfrage waren die zu treffenden Entscheidungen für 63% der Bauherren eine Belastung. 60% räumten ein, dass Partnerschaft und Familienleben deutlich eingeschränkt waren. Ein Drittel der Befragten hatte zeitweilig sogar große Zweifel, ob sie dem Projekt nervlich gewachsen sind. In den ergänzenden Interviews gab ein Großteil der Befragten zu, dass sie diese Seite des Bauens komplett ausgeblendet hatten.

Professioneller Rat schafft Sicherheit und schont Nerven

„Der Traum nach den eigenen vier Wänden ist so groß, dass viele Bauherren nur das große Ziel vor Augen haben. Und erst hinterher realisieren, dass ein Hausbau ein sehr komplexes und zeitintensives Vorhaben ist“, ergänzt Dr. Gordian Rättich, Geschäftsführer des Bauherren-Beraters Almondia. Er empfiehlt Bauherren, sich rechtzeitig Expertise einzuholen. „Bei einem Hausbau müssen viele grundlegende Entscheidungen getroffen werden. Ein Profi an der Seite hilft, den Überblick zu behalten. Das schafft Sicherheit und schont zudem die Nerven“. (mh)





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