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So ticken Anleger von Immobilien-Crowdinvestments
05. November 2018

So ticken Anleger von Immobilien-Crowdinvestments

Crowdinvestments in Immobilien boomen. Schließlich lässt sich mit ihnen schon mit kleinen Beträgen und geringem Aufwand das Potenzial von Immobilien nutzen. Doch wer investiert in solche Produkte? Und worauf legen die Anleger dabei wert? Das wollte die Plattform ZINSLAND von ihren Anlegern im Rahmen einer Umfrage wissen.


Die befragten Anleger interessieren sich nach eigenen Angaben vor allem für die Themen Alternative Kapitalanlagen (18%), Investitionsstrategien und Vermögensaufbau (jeweils 15%). Entsprechend treffen sie ihre Anlagenentscheidungen ganz bewusst. Sie setzen vor allem auf klassische Anlageprodukte wie Aktien (17%) und Aktienfonds (16%) sowie auf das Tagesgeld (16%).

Breit gestreute Beimischung

Die Anleger nutzen Immobilien-Crowdinvesting vor allem als Beimischung zu ihrem bestehenden Portfolio: Bei 60% der Befragten beträgt der Anteil des Crowdinvestings bis zu 10%, der durchschnittliche Anteil liegt bei 15%. Über ein Drittel der Investoren (35%) plant auch zukünftig eine breite Streuung beim Crowdinvesting vorzunehmen. Lediglich jeder Achte befragte Anleger will sich auf wenige Projekte konzentrieren. Investitionsentscheidungen werden in der Regel schnell getroffen. 40% investieren sobald ein neues Projekt verfügbar ist; weitere 50% nach einer kurzen Bedenkzeit.

Rendite und Laufzeit als wichtige Kriterien

Auf welche Plattform und welches Projekt die Wahl der Anleger fällt, hängt im Wesentlichen von der Höhe der Verzinsung ab: Da wo es die attraktivste Rendite gibt, legen Investoren ihr Geld an. Dies gaben jeweils etwa 20% der 532 Befragten an. Ebenso relevant ist für sie die Laufzeit. Insgesamt 88% der Anleger bevorzugen eine Dauer von 12 bis 24 Monaten, wobei mit 52% der größere Anteil einen kürzeren Zeitraum von bis zu 18 Monaten vorzieht. Vor allem jüngere Anleger bevorzugen kurze Laufzeiten.

Die Rolle des Standorts

Immerhin 17% achten bei dem Projekt auf den Standort, 54% bevorzugen dabei die Top-7-Städte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) und deren Einzugsgebiete. Für nur 22% kommen auch die B-Städte in Frage und nur 8% honorieren es, wenn das Projekt in der eigenen Region realisiert wird. Auch die Asset-Klassen wie Gewerbe-, Wohn-, oder Sozialimmobilien spielen keine entscheidende Rolle bei der Anlageentscheidung: Nur 11% legen Wert auf die Art des Objektes. Ebenfalls nahezu irrelevant sind persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten mit nur 2% der Stimmen. Transparenz bei den vorgestellten Projekten (19%) und Qualität der vermittelten Projekte (15%) sind den Investoren deutlich wichtiger.

Alles andere als unerfahren

„Die neue Studie zeigt, dass Anleger von Crowdinvesting in Immobilien-Projekte nicht unerfahren sind, sondern ganz im Gegenteil, gezielt diese Anlageform zur Portfolio-Optimierung einsetzen. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, verteilen sie dabei ihr Geld auf mehrere Projekte“, kommentiert Henning Frank, CEO von ZINSLAND, die Ergebnisse. „Weil sie informiert und mündig sind, würden wir es begrüßen, wenn die Bundesregierung auch die fixe Investment-Obergrenze von 10.000 Euro pro Projekt kippen würde.“ (mh)





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