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So können Renovierungskosten von der Steuer abgesetzt werden
29. März 2016

So können Renovierungskosten von der Steuer abgesetzt werden

Jeder Mensch wünscht sich ein behagliches und funktionell hochwertiges Zuhause, für das er möglichst wenig Betriebskosten bezahlen muss. Deshalb haben derzeit Maßnahmen der energetischen Sanierung Hochkonjunktur.


Sanierungen können aus vielen Gründen lohnenswert sein. Sie verbessern den Nutzerkomfort, senken die dauerhaft zu tragenden Kosten – und werden vom Staat mit Förderungen und Steuerboni belohnt. Eine brauchbare Erklärung, was bei einer Renovierung, Sanierung oder einer Erweiterung des Wohnraums von der Steuer abgesetzt werden kann, findet sich beim Lohnsteuerhilfeverein.

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Was sollte man über Renovierungen und die Steuer wissen?

Sowohl Mieter als auch Eigentümer haben seit den jüngsten Reformen des Steuerrechts die Möglichkeit, bis zu 20% des Rechnungsbetrags eines Fachunternehmens wie der Firma Ralf Jonas Renovierungen von der Steuer absetzen zu können. Allerdings darf diese Summe den Betrag von 1.200 Euro pro Jahr nicht übersteigen. Seit 2014 gilt diese Chance der steuerlichen Absetzbarkeit auch dann, wenn die Wohnfläche durch Baumaßnahmen vergrößert wird. Zuvor ließ sich nur der Aufwand für Sanierungen und Renovierungen absetzen.

Doppelter Vorteil

Der Maximalbetrag bezieht sich auf die Handwerkerleistungen. Die Materialkosten sind darin nicht enthalten. Der Auftrag an Experten mit jahrzehntelanger Erfahrung kann sich gleich doppelt lohnen, einerseits durch eine fachgerechte Ausführung mit Gewährleistung und andererseits dadurch, dass Eigenleistungen bei der Renovierung und Sanierung steuerlich nicht belohnt werden.

Besonderheiten bei Renovierungskosten für Vermieter

Erhält ein Vermieter für eine Sanierung oder Renovierung von Wohnraum die Rechnung von einem Handwerksfachbetrieb, kann er den kompletten Rechnungsbetrag von der Steuer absetzen. Das umfasst sowohl die erbrachten Handwerkerleistungen als auch das dafür benötigte Material. Der Unterschied ergibt sich daraus, dass die Kosten für eine Renovierung oder Sanierung hier als Betriebsausgaben berücksichtigt werden.

Auch bei Einstellung beim Vermieter möglich

Der Abzug vom steuerpflichtigen Gewinn wäre auch dann denkbar, wenn ein Vermieter selbst einen Handwerker bei sich einstellen würde. Allerdings ist das bei Vermietern mit wenigen vermieteten Wohnungen oder Häusern in den meisten Fällen nicht lohnenswert, da Fachdienstleister nicht durchgängig samt Lohnnebenkosten bezahlt werden müssen, sondern Rechnungen für die tatsächlich erbrachten Leistungen stellen. (sw)





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