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Smart Home: Nutzen und Kosten
14. November 2017

Smart Home: Nutzen und Kosten

Immer mehr Hausbesitzer rüsten ihr Haus mit Smart-Home-Technik auf und das aus gutem Grund: Ein Smart Home verspricht nicht nur mehr Komfort, sondern weist auch andere Vorteile auf. Allerdings bleibt abzuwägen, wann sich eine Investition in ein solches System lohnt. Denn je nach Ausführung fallen bei den Anwendern hohe Kosten an.


Der Nutzenfaktor: Welche Vorteile bringt die Smart-Home-Technik?

Smart-Home-Produkte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit: Einer Umfrage zufolge sind die Anwender zufrieden und planen weitere Anschaffungen für ihr Smart Home. Schließlich hat die Technik viele Vorteile zu bieten.

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1. Mehr Komfort

Die Smart-Home-Technik ist dafür konzipiert, das Wohnen angenehmer und komfortabler zu gestalten.

Das Licht schaltet sich automatisch ein, am Morgen ist nach dem Aufstehen bereits der Kaffee fertig – die Smart-Home-Technik übernimmt alltägliche Handgriffe im Haushalt. Sie agiert nach der Installation selbstständig und ohne das Zutun der Hausbesitzer.

Auch viele andere Geräte wie die Waschmaschine, der Fernseher und die Musikanlage können smart gemacht werden. Je nach Programmierung fahren Rollläden automatisch herauf und herunter und das Licht im Wohnzimmer dimmt sich abends zur Fernsehzeit von alleine.

2. Mehr Energieeffizienz

Durch die Smart-Home-Technik lässt sich der Energieverbrauch des Hauses deutlich senken. Bei Singles sind es bis zu 40%, Familien kommen immerhin noch auf einen Wert um 17%. Auf das gesamte Jahr gesehen, spart das einige Hundert Euro an Energiekosten ein.

Die Heizung kann so eingestellt werden, dass sie zu bestimmten Tageszeiten automatisch die Temperatur senkt oder für mehr Wärme sorgt. Auf diese Weise wird keine Wärmeenergie verschwendet, während die Hausbesitzer auf der Arbeit oder im Urlaub sind, und das Haus ist schon aufgewärmt, wenn sie wieder zurückkommen.

Ist die Heizung zusätzlich mit einem Fenstersensor gekoppelt, registriert sie, wenn das Fenster zum Lüften geöffnet wird und schaltet automatisch die Heizung ab. So geht beim Lüften keine unnötige Wärmeenergie verloren.

Eine automatische Beleuchtung via Zeitschaltuhr kann ebenfalls Energie sparen, weil die Lampen nur dann angehen, wenn der entsprechende Hausbereich tatsächlich gebraucht wird.

Elektronische Geräte, die im Standby-Modus laufen, verbrauchen mit schaltbaren Steckdosen keinen zusätzlichen Strom. Diese smarten Steckdosen lassen sich mit einem Generalschalter vom Strom trennen.

 Nutzen und Kosten
3. Mehr Sicherheit

Ein „intelligentes Zuhause“ sorgt für mehr Sicherheit vor Dieben und Einbrechern. Denn die entsprechende Technik macht es Langfingern schwer, sich Zutritt zum Haus zu verschaffen.

Diese geben im Schnitt nach drei bis vier Minuten auf, sodass durch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen Einbrüche und Diebstähle effektiv verhindert werden. Bewegungsmelder schalten sich ein, wenn sich nachts jemand um das Haus herum oder im Haus bewegt. Eine smarte Beleuchtung im Haus täuscht Anwesenheit vor, während die Hausbesitzer unterwegs sind.

Entzündliche Geräte wie der Herd können mit der Smart-Home-Technik auch außerhalb des Hauses abgeschaltet und so ein Brand verhindert werden. Smarte Rauchmelder verschicken Nachrichten an die Hausbesitzer und die Feuerwehr, wenn sie Rauchentwicklung erkennen.

Zudem gibt es spezielle Sensoren, die eine Überflutung der Räumlichkeiten durch einen Wasserrohrbruch oder andere Ursachen registrieren.

 Nutzen und Kosten
4. Individuelle Anpassung

Die Smart-Home-Technik an sich bietet eine große Palette an Möglichkeiten, die aber nicht zwingend alle genutzt werden müssen. Vielmehr besteht ein weiterer Vorteil der Technik darin, dass sie sich individuell an ihre Anwender anpassen lässt.

Wie intensiv die Technik genutzt und Geräte miteinander vernetzt werden, hängt also von den Wünschen und Bedürfnissen der Hausbewohner ab: Was für die einen nur Spielerei ist, bedeutet für andere eine gute Unterstützung.

Daher ist vor der Installation genau zu überlegen, was das Smart Home alles können soll und worauf verzichtet wird. Am besten ist es, eine ausführliche Liste anzufertigen, auf der eventuell auch schon konkrete Temperaturwünsche zu bestimmten Tageszeiten angeführt werden.

Da die Möglichkeiten, das Haus smart zu machen, sehr vielfältig sind, sollte man sich zu Anfang auf einige wenige Aspekte konzentrieren, um sich mit dem System vertraut zu machen.

Der Kostenfaktor: Wann lohnt sich die Investition?

So flexibel sich die Smart-Home-Technik an die Bedürfnisse anpassen lässt, so unterschiedlich fallen auch die Kosten dafür aus. Grundsätzlich hängen die Kosten davon ab, für welche Vernetzungstechnik sich die Hausbewohner entscheiden und wie viele Endgeräte eingebunden werden sollen.

Insgesamt sind die Kosten für die Gesamtsysteme und Einzelkomponenten in den letzten Jahren immer weiter gesunken. Das liegt unter anderem an den neuen, kabellosen Übertragungswegen.

Die Grundausstattung gibt es bereits ab 200 bis 300 Euro, diese Basis lässt sich nach Bedarf beliebig erweitern. Insgesamt und vor allen bei komplexeren Vernetzungen im Haus liegen die Kosten allerdings deutlich höher, nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt.

Wer mit der Smart-Home-Technik einen großen Unterschied zum bisherigen Wohnen erreichen möchte, sollte zumindest 1500 Euro dafür ausgeben. Dann sind die Bereiche Licht, Energie und Sicherheit mit abgedeckt.

Bei den Kosten kommt es aber auch darauf an, ob es sich um ein offenes, funkbasiertes oder ein geschlossenes, kabelgebundenes System handelt. Offene Systeme fallen wesentlich günstiger aus als geschlossene.

Die Investition in Smart-Home-Produkte lohnt sich dann, wenn damit die gewünschten Effekte erzielt und alltägliche Handgriffe automatisiert werden. Wie tief man dafür in die Tasche greifen muss oder möchte, ist individuell zu entscheiden.





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