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Sieben Todsünden beim Immobilienverkauf
01. Juni 2018

Sieben Todsünden beim Immobilienverkauf

Beim Immobilienverkauf geht es um viel Geld. Fehler kosten oft bares Geld und verhindern einen erfolgreichen Abschluss. Viele davon sind aber vermeidbar. Das PropTech Homeday hat nun sieben Stolperfallen aufgelistet, die beim Verkauf einer Immobilie unbedingt vermieden werden sollten.


Der Verkauf einer Immobilie ist oft eine sehr emotionale, komplexe und zeitraubende Angelegenheit von erheblicher finanzieller Tragweite. Umso wichtiger ist es, unnötige Fehler zu vermeiden. Das Maklerunternehmen Homeday hat nun sieben Todsünden beim Immobilienverkauf aufgelistet. Zudem erläutert das PropTech, wie sich die Fehler vermeiden lassen.

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1. Massive Unterschätzung des Aufwands

Für viele Eigentümer beginnt bereits das Abenteuer Immobilienverkauf ohne eine genaue Vorstellung davon, was sie konkret erwartet. „Vor allem Privatleute mit wenig Verkaufserfahrung neigen dazu, völlig unvorbereitet ans Werk zu gehen und den finanziellen und zeitlichen Aufwand massiv zu unterschätzen”, macht Homeday-Gründer und Geschäftsführer Steffen Wicker deutlich. Zudem fehle es häufig an einem tieferen Verständnis für die organisatorischen Abläufe und notwendigen Arbeitsschritte, die beispielsweise ein professionelles Maklerunternehmen leistet. „Angefangen bei der fachgerechten Wertermittlung über die erfolgreiche Vermarktung der Immobilie bis hin zur Organisation und Durchführung von Besichtigungen und Verkaufsverhandlungen”, so Wicker.

2. Fehlen wichtiger Unterlagen

Oft fehlen auch wichtige Unterlagen. Das sorgt für Misstrauen und verprellt einige potenzielle Käufer. Hinzu kommt, dass Banken für die Immobilienfinanzierung immer umfassendere Dokumentationen verlangen. Vor einem geplanten Verkauf sollten daher die vorhandenen Unterlagen mit einem Immobilienexperten geprüft und bei der Beschaffung fehlender Dokumente auf fachkundige Hilfe gesetzt werden.

3. Falscher Verkaufspreis

Für den erfolgreichen Immobilienverkauf ist zudem ein realistischer Verkaufspreis entscheidend. „Überzogene Preisvorstellungen sind der häufigste Grund, an dem ein Verkauf scheitert”, meint Wicker. „Interessierte Käufer werden abgeschreckt und die Immobilie entwickelt sich zum Ladenhüter.“ Manche Eigentümer verschenken aber auch durch zu niedrige Angebote unnötig Geld. Umso wichtiger ist es, den Verkehrswert der Immobilie zu kennen. Einen konkreten Anhaltspunkt liefert die Wertermittlung durch einen Sachverständigen. Auch Immobilienmakler bieten oftmals einen kostenlosen Bewertungsservice an.

4. Unvorteilhafte Bilder und Exposés

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Unprofessionelle Handybilder in den Verkaufsanzeigen sind laut Homeday daher ein absolutes K.O.-Kriterium. Verbunden mit einem unattraktiven Exposé und einer lieblosen Anzeigengestaltung kommt der Verkaufsprozess häufig bereits an diesem Punkt zum Stillstand. Die Präsentation der Immobilie muss stattdessen ein „das gewisse Etwas” bieten. Angesichts der hohen Verkaufswerte sei das Zusammenspiel mit professionellen Fotografen eine lohnende Investition.

5. Mangelhafte Besichtigung

Der erste Eindruck zählt nicht nur auf dem Foto, sondern auch beim Besichtigungstermin. Meist haben bereits kleine Handgriffe und kosmetische Änderungen eine hohe Wirkung. Ein ungemähter Rasen und dreckiges Geschirr in der Spüle sind zum Beispiel leicht zu vermeiden. Bevorstehende Besichtigungstermine bieten zudem die passende Gelegenheit für notwendige Schönheitsreparaturen. Mit einer gut präsentierten Immobilie lassen sich schließlich bis zu 15% höhere Verkaufspreise erzielen.

6. Mangelnde Verhandlungsbereitschaft

Nach der erfolgreichen Besichtigung wartet mit den Preisverhandlungen bereits die nächste Herausforderung auf die Eigentümer. Viele zeigen sich laut Homeday wenig verhandlungsbereit und beharren auf dem ursprünglichen Preis. Oft fehle auch eine passende Preisstrategie, um auf die Vorstellungen des Käufers reagieren zu können. Ein erfahrener Makler kann hingegen als objektiver Vermittler, der mit Verhandlungen in entsprechenden finanziellen Größenordnungen vertraut ist, die Chancen für einen erfolgreichen Ausgang der Verkaufsverhandlungen erheblich erhöhen.

7. Zahlungsfähigkeit des Käufers wird nicht überprüft

„Vor der Unterzeichnung des Kaufvertrags ist eine Bonitätsprüfung des Kaufinteressenten Pflicht, um teure Rückabwicklungen zu vermeiden”, betont Wicker. Viele Verkäufer würden sich davor allerdings scheuen. „Dabei reicht in der Regel bereits eine kurze Finanzierungsbestätigung der Bank oder eine entsprechende Bescheinigung, dass der künftige Vertragspartner über das benötigte Geld verfügt.” Solange keine Bankzusage vorliegt, sollten daher die Verkaufsaktivitäten mit weiteren Interessenten unbedingt fortgesetzt werden. (mh)





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