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Rekordjahr für deutsche Logistik- und Industrieimmobilien
08. Januar 2018

Rekordjahr für deutsche Logistik- und Industrieimmobilien

Der deutsche Logistik- und Industrieimmobilienmarkt hat ein bärenstarkes Jahr hinter sich. Gleich mehrere neue Bestmarken wurden aufgestellt. Allerdings sind in keiner anderen Assetklasse die Renditen 2017 so stark gesunken wie im Logistikbereich.


Ein außergewöhnliches Jahr hat dem deutschen Logistik- und Industrieimmobilienmarkt 2017 ein Transaktionsvolumen von 8,7 Mrd. Euro beschert. „Auch wenn wir bereits zu Jahresbeginn 2017 ein neues Rekordjahr für möglich und wahrscheinlich gehalten haben, übertrifft das Ergebnis doch alle Erwartungen – Bestmarken, wohin man schaut“, so Willi Weis, Head of Industrial Investment JLL Germany. Mit einem Plus von 84% gegenüber 2016 (4,72 Mrd. Euro) schlägt in der Assetklasse „Logistik-Industrie\“ der stärkste Zuwachs im Jahresvergleich zu Buche. Speziell der Zuwachs von 166 % gegenüber dem eigenen 5-Jahresschnitt (3,27 Mrd. Euro) ist beim Vergleich der Assetklassen konkurrenzlos. In der entsprechenden Vergleichsstatistik kommen Hotelinvestments mit +45% und Büroinvestments mit +39% auf die Plätze zwei und drei.

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Rekordanteil von Logistikimmobilien

Nie war der Anteil von Logistik am gesamten gewerblichen Transaktionsvolumen so hoch; die Assetklasse kommt auf einen Anteil von über 15%. „Es ist insofern nicht überraschend, dass Logistik-Transaktionen unter den Top-Abschlüssen im Gewerbeimmobilienmarkt 2017 eine prominente Rolle einnehmen. Unter den deutschen Top 10-Transaktionen taucht die Assetklasse dreimal auf und: der fast 2 Mrd. Euro schwere Deutschlandanteil von Logicor aus dem zweiten Quartal ist die größte Gewerbeimmobilientransaktion des Jahres“, so Weis.

Bemerkenswerte Großtransaktionen

Zu verdanken ist das formidable Resultat bemerkenswert großen Portfoliotransaktionen. Insgesamt wurden 6,23 Mrd. Euro im Rahmen von Paketverkäufen umgesetzt. „Das allein hätte schon locker für ein neues Rekordjahr gereicht“, so der Logistikinvestmentexperte. Einzeltransaktionen, 2017 in einer Größenordnung von 2,47 Mrd. Euro, damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres und den 5-Jahresschnitt um mehr als ein Drittel getoppt, komplettieren die bemerkenswerte Performance des deutschen Logistik- und Industrieimmobilienmarktes.

Stark gesunkene Logistikrenditen

Dass bei solchen Marktbewegungen, wie sie in 2017 stattgefunden haben, auch die Rendite nicht zurück steht, ist nur logisch: In keiner anderen Assetklasse sind die Renditen 2017 so stark gesunken wie im Logistikbereich. Die durchschnittliche Spitzenrendite in den Big 7 (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) ist im Verlauf des Jahres von 5,00 % um 50 Basispunkte auf 4,5% zurückgegangen.

Erneut starkes Jahr erwartet

Für 2018 erwartet JLL erneut ein starkes Ergebnis auf dem Logistik-und Industrieimmobilienmarkt in einer Größenordnung von 5 bis 6 Mrd. Euro. Doch auch wenn weitere Bestandshalter die guten Rahmenbedingungen nutzen und verkaufen werden dürften. Eine solche Anzahl lang geplanter Plattformverkäufe wie 2017 werde sich im laufenden Jahr vermutlich aber nicht wiederholen. Die Spitzenrendite dürfte moderat weiter nachgeben. Das wird laut JLL zu einer gesteigerten Nachfrage nach höher rentierlichen Produkten im Bereich Industrie/ Light Industrial führen. (mh)





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