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Preisübersicht: So viel kosten die eigenen vier Wände tatsächlich
04. August 2017

Preisübersicht: So viel kosten die eigenen vier Wände tatsächlich

Der Finanzdienstleister Dr. Klein hat tatsächlich bezahlte Immobilienpreise für Wohnungen und Häuser im ersten Halbjahr 2017 ausgewertet, mit dem Vorjahreszeitraum verglichen und einen deutschlandweiten Überblick erstellt. Hausbesitzer sind demnach überwiegend im Vorteil gegenüber Besitzern von Eigentumswohnungen.


In 13 von 16 Bundesländern sind angehende Hausbesitzer im Vorteil: Im Mittel sind hier die Häuser günstiger als Eigentumswohnungen. Anders sieht es in Bremen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt aus – dort müssen Interessierte mehr Geld für ein Ein- oder Zweifamilienhaus in die Hand nehmen. In Baden-Württemberg ist das Bild im ersten Halbjahr 2017 relativ ausgeglichen: Die Quadratmeterpreise für die beiden Immobilienarten sind ähnlich – 2.555 Euro für Wohnungen und 2.538 für Häuser. Auch die Preisspanne pro Quadratmeter zwischen der günstigsten und der teuersten Immobilie fällt ähnlich aus: Sie reicht von 597 bis 7.074 Euro pro m2 für Wohnungen und von 566 bis 7.587 Euro pro m2 für Häuser.

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Hamburger, Bayern und Berliner zahlen am meisten

Mit einem gemittelten Quadratmeterpreis von 4.129 Euro nehmen Hamburger Wohnungen den Spitzenplatz ein, gefolgt von Bayern (3.953 Euro) und Berlin (3.285 Euro). Deutlich günstiger ist es in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bremen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland mit gemittelten Quadratmeterpreisen unter 2.000 Euro. Schnäppchenjäger werden auch in Niedersachsen oder Sachsen fündig: Hier können Käufer bereits ab 513 bzw. 522 Euro pro m2 eine Wohnung ihr Eigen nennen.

Günstiger ist es im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2016 in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Thüringen geworden: Der Medianpreis ist hier um 3,9% (Mecklenburg-Vorpommern), 2,7% (Brandenburg) und 4,4% (Thüringen) gesunken. Den deutlichsten Anstieg spüren Käufer von Eigentumswohnungen im Saarland (43,3%), in Bayern (29,5%) und in Sachsen (23,7%).

Neubauwohnung toppt Altbau

Der Preisunterschied zwischen Bestandswohnungen und Neubauwohnungen ist eklatant: Knapp 1.500 Euro kostet der Quadratmeter für neu gebaute Wohnungen durchschnittlich mehr. In Bayern liegen sogar 2.615 Euro zwischen den gemittelten Quadratmeterpreisen für Neubau und Bestand, im Saarland sind es 2.021 Euro. Weniger deutlich fällt der Unterschied in Hamburg (761 Euro) und in Niedersachsen (962 Euro) aus. Deutschlandweit liegt der Einstiegspreis für Neubauwohnungen weit über der Tausend-Euro-Grenze: Am günstigsten neu bauen lässt es sich in Sachsen mit 1.376 Euro pro m2, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 1.431 Euro pro m2.

Käufer neuer Wohnungen müssen besonders in Bayern, Hamburg, Berlin und Hessen mit Quadratmeterpreisen von über 4.000 Euro pro m2 verhältnismäßig viel Geld investieren. Wer ein kleineres Budget zur Verfügung hat, wird eher bei Altbauten fündig: In neun Bundesländern sind Bestandswohnungen im ersten Halbjahr 2017 bereits für 600 Euro pro m2 oder weniger zu haben.

Acht Bundesländer mit zweistelligem Anstieg

Die Hauspreise sind in allen Bundesländern im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2016 gestiegen. In Thüringen und Schleswig-Holstein ist der Anstieg von unter 1% allerdings zu vernachlässigen. In acht Bundesländern geht die Preiskurve dagegen um einen zweistelligen Prozentsatz nach oben: Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Besonders augenfällig ist die Entwicklung in Brandenburg: Hier sind zwar die Medianpreise für Wohnungen gesunken, die mittleren Hauspreise steigen dagegen um 16,3%.

Hamburg auch bei Häusern Spitzenreiter

Hamburg liegt bundesweit auch bei den Preisen für Häuser vorne, mit durchschnittlich 3.273 Euro pro m2. Am unteren Ende der Preisskala liegen das Saarland (1.347 Euro), Thüringen (1.519 Euro) und Sachsen-Anhalt (1.524 Euro). Außer in Hamburg, Bremen und Berlin finden Hauskäufer mit schmalem Budget eine Immobilie für weniger als 600 Euro pro m2. Die Preisspanne reicht in Hessen, Bayern und Berlin bis in den fünfstelligen Quadratmeterpreis. Sparen können dagegen Saarländer und Sachsen-Anhaltiner: Im ersten Halbjahr kostet hier kein Haus mehr als 3.116 bzw. 3.679 Euro pro m2.

Bestandsimmobilien in Thüringen am günstigsten

Auf dem Häusermarkt ist die Preisdifferenz zwischen Neubau und Bestand bei Weitem nicht so ausgeprägt wie bei Wohnungen. Vor allem in Hamburg und Berlin liegen zwischen den gemittelten Preisen gerade mal 178 bzw. 245 Euro pro m2. Einzig im Saarland ist der Unterschied mit durchschnittlich 1.110 Euro pro m2 sehr deutlich. Auch die Preisspanne von Bestandshäusern ist in vielen Bundesländern vergleichbar mit der von Neubauten, vor allem in Sachsen, Brandenburg, Bayern und Berlin. Fast überall kosten die teuersten Bestandshäuser knapp ebenso viel wie die teuersten neuen Häuser. In Schleswig-Holstein, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern geben die spendabelsten Hauskäufer sogar mehr Geld pro Quadratmeter aus als die Hausbauer. (mh)





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