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Plissees anbringen – das ist zu beachten
11. August 2017

Plissees anbringen – das ist zu beachten

Plissees gelten als besonders hochwertige Art der Fensterausstattung, da sie neben einem feinen Erscheinungsbild auch Luxus-Funktionen wie hohen Thermoschutz bieten. Tipps zu Anbringungsvarianten und Mietrecht.


Ob für Loft, Townhouse oder Feriendomizil – gefaltete Plissees haben sich als beliebtes Fensterdekor etabliert, da sie den Wert eines Objekts steigern.

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Zusätzlich schützen sie je nach Modelltyp und Beschichtung lichtempfindliches Inventar vor dem Ausbleichen und Räume vor Hitzestau und Energieverlusten. Um ihr Potential optimal auszuschöpfen, ist jedoch die richtige Befestigungsart wichtig.

Bei Sonderfunktionen möglichst scheibennahe Anbringung

Plissees können an Wand, Decke und Fensterflügel geschraubt oder alternativ ohne Bohren mit Klemm- und Klebemontage befestigt werden. Nach Angaben von Anbietern wie Livoneo entfalten Plissees Ihr Leistungsspektrum allerdings am besten, wenn die Montage nah vor dem Fenster erfolgt.

Das gilt insbesondere für Modelle, die gezielt zur Verdunkelung oder als Thermoschutz genutzt werden. So sind Decken- und Wandmontagen für die Nutzung dieser Sonderfunktionen eher ungeeignet, da entlang der Stoffseiten ein zu großer Licht- und Wärmedurchtritt stattfindet. Dieser wird deutlich reduziert durch glasnahe Befestigungsformen – wie die Glasleistenmontage oder Klemmträger- und Winkel-Montagen, die direkt am Fensterflügel positioniert werden.

Fensteraufbau ebenfalls entscheidend für die Montagewahl

Es gibt für jedes Fenster eine passende Plissee-Montagelösung – auch für Sonderformen. Aber: Nicht jede Montageart ist umgekehrt auch für alle Fenstertypen geeignet. Ein ausschlaggebender Faktor ist der Fensteraufbau und wie es im Mauerwerk implementiert ist. Ein klassischer Sonderfall sind beispielsweise Dachfenster, die sich wegen der Schräge nicht für Klemmträger- oder Klebemontagen eignen. Hier muss ein Plissee immer verschraubt montiert werden. Bei feststehenden Fenstern zum Beispiel kommt meist nur eine Klebe- oder Schraubmontage in Frage.

Es ist daher ratsam, sich im Fachhandel zuvor beraten zu lassen und ein Foto des Fensters vorzulegen, um Fehlkäufe zu vermeiden. Denn nicht alle Händler sind im Nachhinein auch so kulant, den Kaufpreis aufgrund einer falschen Kundenbestellung zurückzuerstatten.

In Mietobjekten hat der Eigentümer das letzte Wort

Bei Mietern ist die freie Montagewahl eingeschränkt. Ohne ausdrückliche Einwilligung des Immobilienbesitzers dürfen sie die Fenster für einen Sonnenschutz nicht einfach anbohren.

Die Rechtsprechung hierzu ist eindeutig, da Fenster zum festen Bestandteil eines Wohnobjekts gehören. Übergeht der Mieter ein Bohr-Verbot, muss er entsprechend für den Schaden aufkommen – entweder für die Instandsetzung oder für einen Komplett-Austausch durch einen Fachbetrieb. Für eine bohrfreie Klemmfix- oder Klebemontage, die bei einem Auszug nach erfolgter Demontage keine Spuren hinterlässt, bedarf es hingegen keiner ausdrücklichen Genehmigung des Vermieters.





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