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Neues Jahr, neue Hausverwaltung
19. Januar 2016

Neues Jahr, neue Hausverwaltung

Die Hausverwaltung abzuberufen und zu kündigen, ist mit Aufwand verbunden – organisatorisch und unter Umständen auch finanziell. Doch bei unüberbrückbaren Differenzen sollten Wohnungseigentümer den Schritt nicht scheuen. So gelingt Wohnungseigentümern der Wechsel.


Gesund ernähren, mehr Sport treiben und weniger Stress sind klassische Vorsatze fur das neue Jahr. Aber wie sieht es mit dem Wechsel der Hausverwaltung aus. Die Dienstleister sind fur Wohnungseigentumer der wichtigste Ansprechpartner und kummern sich um den reibungslosen Gebaudebetrieb – von der Heizkostenabrechnung bis hin zum Winterdienst. “Damit beeinflussen sie maßgeblich die Zufriedenheit im Haus”, weiß Dr. Werner Schrodl von der G.S. Hausverwaltung. Eigentümergemeinschaften, die 2016 einen Wechsel planen, empfiehlt er in fünf Schritten vorzugehen.

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1. Eigentümer abstimmen lassen

Steht fest, dass die Hausverwaltung nicht langer tragbar ist, besteht der erste Schritt darin, eine Eigentümerversammlung einzuberufen. Damit der Wechsel gelingt, muss mehr als die Hälfte der anwesenden bzw. vertretenen Mitglieder dem Antrag auf Abberufung des Verwalters und Kündigung des Verwaltervertrags zustimmen.

2. Vertrag kündigen

Ist die einfache Mehrheit erreicht, gilt es den Vertrag mit der Hausverwaltung schriftlich zu kündigen. In der Regel ist dieser befristet. Deshalb sind Verwalterverträge nur durch Fristablauf oder beim Vorliegen wichtiger Gründe zu beenden.

3. Gründe für Abberufung sondieren

Um eine Hausverwaltung abberufen zu können, müssen triftige Gründe vorliegen. Rechtens ist sie zum Beispiel dann, wenn das Unternehmen Geld veruntreut hat, Einsicht in die Abrechnung oder Verwaltungsunterlagen verwehrt oder sich weigert, die Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft umzusetzen. Auch wenn das Vertrauensverhältnis zerstört ist oder WEG-Versammlungen zweimal hintereinander nicht durchgeführt wurden, ist eine Abberufung möglich.

4. Juristischen Rat einholen

Der Prozess ist allerdings nicht einfach. Die meisten Hausverwaltungen streichen nicht kampflos die Segel. Wohnungseigentümern empfiehlt es sich deshalb juristischen Rat einzuholen. Die Kosten für einen Fachanwalt im Miet- und WEG-Recht rentieren sich, denn in der Praxis kommt es oft zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Die Fakten sprechen sehr häufig für die Wohnungseigentümergemeinschaften.

5. Neue Hausverwaltung ernennen

Zu guter Letzt muss noch eine neue Hausverwaltung ernannt werden. Hier gilt Qualität statt Niedrigpreisanbieter. Damit fahre die Gemeinschaft langfristig besser und günstiger, weil die Immobilie an Wert gewinnt. Qualitätsmerkmale sind zum Beispiel die Qualifikation der Mitarbeiter, langjährige Erfahrung, zahlreiche Verwaltungsauftrage und die QM-Zertifizierung. QM-zertifizierte Verwalter beweisen aufgrund ihrer jährlichen Auditierung ihre Qualität und Fachkompetenz. Bei Billiganbietern sollten die Auftraggeber dagegen stutzig werden. (sw)





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