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Nachfrage nach deutschen Wohnimmobilien zieht weiter an
19. Februar 2016

Nachfrage nach deutschen Wohnimmobilien zieht weiter an

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Deutschland steigt weiter an. 77 deutsche Standorte stehen besonders im Investorenfokus. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung von Catella. Die Experten prognostizieren daher höhere Mieten und steigende Objektewerte.


In der aktuellen Analyse der Investmentstandorte für das Segment Wohnen kommen die Analysten von Catella zu einem deutlichen Ergebnis: Auch 2016 werden Investoren zu weiteren Investitionen bereit sein. Dabei beschreibt das Rendite-Risiko-Schema bei der Bruttorendite eine Bandbreite zwischen Herne mit 8,2% und München mit 3,4%. Der Durchschnittswert der 77 Standorte liegt bei 5,40%. Die höchsten Mietpreise lassen sich mit 18,39 Euro pro m² in München erzielen, während Herne mit 5,53 Euro pro m² den geringsten Wert der untersuchten Standorte aufweist.

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Höhere Mieten und steigende Objektewerte

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien in den Metropolregionen und in Standorten mit positivem Bevölkerungssaldo basiert Catella zufolge auf Urbanisierungseffekten und der strukturell guten wirtschaftlichen Ausgangslage in Deutschland. Die zunehmende Attraktivität der Wohnungsmärkte werde höhere Mieten und steigende Objektewerte zur Folge haben.

Zwei wichtige Entwicklungen

Nachfrage nach deutschen Wohnimmobilien zieht weiter an

„Neu und zugleich Tribut an eine veränderte Marktentwicklung ist unsere Aufteilung in sehr gute und mittlere Wohnlagen“, so Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei der Vorstellung der Analyse. Dies habe mit zweierlei Entwicklungen an den deutschen Wohnungsmärkten zu tun: der hohe Nachfrage in den zentralen Stadtlagen und dem verstärkten Fokus der Investoren auf sehr wachstumsstarke Wohnlagen. „Anders formuliert: Die erwartete prozentuale Mietpreisentwicklung wird sich gemäß Kapitalmarktphilosophie primär auf die mittleren Wohnlagen fokussieren“, so Beyerle.

Steigende Mieten voraus

Die Analysten erwarten auch in den kommenden Jahren aufgrund der Urbanisierungseffekte im Durchschnitt weiter steigende Mieten. „Der Wert einer Wohnform in der Innenstadt bzw. eine infrastrukturell sehr gut ausgestattete Stadtteillage hat sich in den letzten Jahren preislich neu definiert“, so Beyerle. Zwar ist der Wohnungsmarkt auch im laufenden Jahr im Fokus der Marktregulierung, doch bei nüchterner Analyse muss man feststellen, dass staatliche Eingriffe in die Mietpreisentwicklung bisher weder die Mietpreise grundsätzlich gebremst haben, noch haben Investoren sich messbar aus diesem vermeintlich unattraktiven Marktsegment zurückgezogen.

Deutlich veränderte Preiserwartungen

Im umworbenen mittleren Segment prognostiziert Catella in den kommenden Jahren deutlich veränderte Preiserwartungen: die hohe Nachfrage der Investoren, deutlich ansteigende Bauaktivitäten, steigende Durchschnittsmieten und ein anziehendes Angebot an kleineren Wohnungen im Segment 50 bis 60 m² kennzeichnen die strukturelle Gemengelage an den Wohnungsmärkten der deutschen Ballungszentren. Die polyzentrale Standortstruktur wiederum gleicht Marktverwerfungen aus und glättet Volatilitätseffekte wie sie aus anderen europäischen Ländern bekannt sind. (mh)





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