Mieterbund fordert Mietobergrenze in Deutschland | ImmoCompact - Nachrichten
AssCompact - Facebook AssCompact - Twitter AssCompact - Xing

Mieterbund fordert Mietobergrenze in Deutschland
28. Januar 2016

Mieterbund fordert Mietobergrenze in Deutschland

Der Deutsche Mieterbund (DMB) begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung 100.000 bezahlbare Wohnungen zu bauen. Die geplante Sonderabschreibung reiche dazu aber nicht aus. Der DMB fordert daher einer deutliche Erhöhung der Fördermittel für den Bau von Sozialwohnungen – und eine Mietobergrenze.


Der Deutsche Mieterbund (DMB) begrüßt den Vorschlag von Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks, mithilfe einer steuerlichen Sonderabschreibung den Neubau bezahlbarer Mietwohnungen anzukurbeln. „Wir begrüßen das Ziel, 100.000 bezahlbare Mietwohnungen in Gebieten mit hoher Wohnungsnachfrage neu zu bauen“, erklärte der DMB-Bundesdirektor Lukas Siebenkotten.

Anzeige
Sonderabschreibung reicht nicht aus

Die geplante Sonder-AfA ist laut Siebenkotten hierzu ein geeignetes Mittel. Wichtig sei aber, diese Steueranreize nicht nur an Baukosten für den sozialen Wohnungsbau zu binden. Dem DMB zufolge muss von vorn herein eine entsprechende Mietobergrenze vorgegeben werden. Gleichzeitig forderte der Mieterbund eine deutliche Erhöhung der Fördermittel für die soziale Wohnraumförderung.

Deutlich mehr Mittel nötig

„Die Erhöhung der Bundesmittel auf 1 Mrd. Euro im vorigen Jahr und der Vorschlag zur weiteren Erhöhung der Bundesmittel auf 2 Mrd. Euro jährlich sind richtig, reichen aber allein nicht aus. Wichtig ist, dass die Länder die ihnen zugewiesenen Finanzmittel zweckgerichtet für Sozialmietwohnungen verwenden, möglichst in gleicher Höhe eigene Fördermittel einsetzen und ihre Förderrichtlinie, soweit notwendig, überarbeiten, damit sie potenziellen Investoren attraktive Förderbedingungen vorzeigen können“, so Siebenkotten. „Bund und Länder müssen für die soziale Wohnraumförderung mindestens 6 Mrd. Euro bereitstellen, wenn die aktuellen Fertigstellungszahlen von 10.000 bis 15.000 Sozialmietwohnungen pro Jahr signifikant gesteigert werden sollen.“(mh)



Kommentare

von Klaus Noethen am 02.02.2016 um 10:19 Uhr
Wenn ich die Forderung der Mieterbundes unter ökonomischen Gesichtspunkten analysiere, dann bedeutet doch die Forderung nach öffentlichen Investitionen nichts anderes, als dass die Anreize für einen privaten Investor nicht ausreichend sind. Warum versucht der Mieterbund gleichzeitig aber weiterhin, dem privaten Investor bzw. dem Vermieter immer mehr Ballast aufzuladen.



Empfohlener Artikel

Eigenheim oder Miete? Das ist unverändert eine der wichtigsten Fragen in Sachen Immobilien. Der ACCENTRO-IW-Wohnkostenreport 2016 hat darauf eine klare Antwort. Im Schnitt ist der Erwerb von Wohneigentum demnach um über 40% billiger als Mieten. Allerdings werde das Nachfrageverhalten durch zahlreiche Hürden wie Regulierungsmaßnahmen gebremst.

ImmoCompact Abonnement

Sie wollen den ImmoCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des ImmoCompact Newsletters und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier