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Mehr Wohngeld für Geringverdiener
07. Januar 2016

Mehr Wohngeld für Geringverdiener

Das Wohngeld ist zum 01.01.2016 an die Entwicklung der Einkommen und Warmmieten seit 2009 angepasst worden. Mehr Menschen können dadurch nun Wohngeld beziehen. Für viele Empfänger steigt zudem die Leistungshöhe. Die Bundesregierung will damit guten und bezahlbaren Wohnraum für alle schaffen.


Mehr als 320.000 Haushalte sind laut der Bundesregierung durch die zum 01.01.2016 in Kraft getretene Reform des Wohngeldes neu oder wieder wohngeldberechtigt. Insgesamt dürfte die Zahl der empfangsberechtigten Haushalte auf knapp 870.000 steigen. „Mit der Wohngeldreform sorgen wir dafür, dass mehr Menschen Wohngeld bekommen können und dass es für die berechtigten Haushalte mehr Wohngeld gibt“, kommentiert Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Aus diesem Grund sind die Mittel für das Wohngeld um 100 auf 730 Mio. Euro gestiegen.

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Miethöchstbetrag um bis zu 27% gestiegen

Der Miethöchstbetrag wird gestaffelt angehoben. Je nach Stadt oder Landkreis steigt er wischen 7 und 27%. Damit soll die soziale Mischung in der Stadt erhalten bleiben. In Städten wie München oder Frankfurt fallen die Zuschüsse höher aus als in Regionen mit günstigen Mieten. Auch wieviel jemand verdient oder wie viele Menschen im Haushalt leben, spielt eine Rolle.

186 statt 113 Euro für Zweipersonenhaushalt

Ein Zweipersonenhaushalt, der bislang 113 Euro Wohngeld monatlich erhielt, bekommt laut Hendricks zukünftig 186 Euro pro Monat. Bei der Einkommensermittlung werden Kinderzuschlag und Kindergeld nicht als Einkommen angerechnet. Bei der Berechnung ist neben gestiegenen Bruttokaltmieten und Einkommen auch der Anstieg der warmen Nebenkosten seit 2009 berücksichtigt.

Durchschnittsplus von 39%

Im Schnitt sind die Tabellenwerte, nach denen sich das Wohngeld berechnet, der Bundesregierung zufolge um 39% gestiegen. Die Wohngeldbehörden passen die Wohngeldbescheide, die bereits 2015 erteilt worden sind und in das Jahr 2016 hineinreichen, automatisch an. Ein neuer Wohngeldantrag ist somit erst für die Zeit nach Ablauf des bisherigen Bewilligungszeitraumes erforderlich. (mh)





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