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Möbliertes Wohnen: Wunderflats sammelt frisches Wachstumskapital ein
17. November 2017

Möbliertes Wohnen: Wunderflats sammelt frisches Wachstumskapital ein

Wunderflats hat Creathor Venture, den VC Fonds Kreativwirtschaft der IBB Beteiligungsgesellschaft, ECONA AG und Family Offices als Investoren gewonnen. Das PropTech für möbliertes Wohnen sammelt insgesamt 3 Mio. Euro frisches Kapital ein, um neue Produktinnovationen zu entwickeln und das Wachstum zu beschleunigen.


In den letzten vier Jahren hat sich die Anzahl möblierter Wohnungen in Deutschland verdoppelt. Damit sich diese Apartments einfach online mieten und vermieten lassen, haben Jan Hase und Arkadi Jampolski 2015 das PropTech Wunderflats gegründet. Über www.wunderflats.com können möblierte Wohnungen mit wenigen Klicks für einen Monat oder länger mieten. Alle Wohnungen sind voll möbliert, die Mieten enthalten alle Nebenkosten und können als offizieller Wohnsitz genutzt werden.

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Berufstätige, Berater, Freiberufler und Expats im Fokus

Für Unternehmen und Freiberufler werden ordnungsgemäße Abrechnungen erstellt. Das Angebot richtet sich insbesondere an Berufstätige, Berater, Freiberufler oder Expats, die für längere Arbeitsaufenthalte außerhalb ihres Heimatortes eingesetzt sind. Aber auch Berufseinsteiger oder -wechsler, die für ihren ersten oder einen neuen Job in eine andere Stadt ziehen, profitieren von dem Angebot. Im Vergleich zu Hotels bieten möblierte Apartments laut Wunderflats den Mietern mehr Komfort und Privatsphäre, während Unternehmen im Schnitt 40% ihrer Unterbringungskosten einsparen könnten.

Die Wohnung wird zum Service

“Wir sehen die Zukunft des Segments in Housing as a Service“, erläutert Jan Hase, Mitgründer und Geschäftsführer. „Das heißt: Alles um das Wohnen herum inklusive der Wohnung selbst wird zu einem Service, der genauso einfach zu nutzen ist wie Netflix oder Car-Sharing — egal ob man gerade in Berlin oder Paris wohnt. Das beginnt heute mit möblierten Wohnungen und dem Reinigungsservice. Hinzu kommen Wäscheservice, Frühstück und das nächstgelegene Fitnessstudio. Schon heute nutzen die Menschen mehr und mehr Services, und mit unseren Investoren bauen wir mit Wunderflats die Plattform auf, die eine Zukunft mit Housing as a Service ermöglicht.”

Komplett papierlose Buchung

Seit Anfang 2016 hat Wunderflats seine Umsätze jedes Quartal um über 60% steigern können. Ein Zu diesem Erfolg trage entscheidend bei, dass das Anmieten der Wohnungen komplett papierlos abläuft. Zusätzlich bietet Wunderflats als einziger Anbieter die Instant-Booking-Funktion bei ausgewählten Vermietern an. Dabei erfolgt der Abschluss des Mietvertrages sofort, wie man es zum Beispiel von Hotels kennt.

Hochwertig Wohnungen

All das zeige deutlich, wie die Professionalisierung der Vermietung möblierter Wohnungen fortschreitet. Wunderflats’ Vermieter stellen hochwertige möblierte Wohnungen mit aktuellen Verfügbarkeitsdaten bereit — das ist neu für die Wohnwirtschaft. Für Vermieter bietet Wunderflats dabei eine Reichweite von über 1.000 ausgewählten Unternehmenskunden an, verifiziert die Mieter, übernimmt die Fotografie der Wohnung, schaltet automatisch Werbung auf kooperierenden Plattformen wie Immobilienscout24 und wickelt den Vertragsabschluss sowie die Zahlung ab. Der Aufwand der Vermieter pro Wohnung reduziere sich so um ca. 80%. Diese Zeit könne dann in eine bessere Inneneinrichtung oder in den Ausbau des Wohnungsbestandes investiert werden.

Vorbild Car-Sharing

„Ähnlich wie das Car-Sharing mehr und mehr den Autokauf ablöst, wird die langfristige Bindung an eine Wohnung durch temporäres Wohnen, Housing as a Service, ersetzt“, ist Christian Weniger, Partner bei Creatho, überzeugt. Und Wunderflats reduziere dabei die Komplexität des Mietprozesses für Firmen, Mieter und Vermieter, insbesondere durch automatische Verifizierung der Mieterbonität und eine vollständige Online-Zahlungsabwicklung, aber auch durch Extras wie Reinigungsservices. „Viele Lebenswege sind heute flexibler und weniger an den Ort gebunden — Projekte auf der Arbeit sind mal in Berlin, mal in Frankfurt und dann in Paris“, ergänzt Matthias Grobe, Business Analyst von der IBB Beteiligungsgesellschaft. Der noch sehr fragmentierte Markt sei einer der spannendsten Megatrends, den IBB beobachte. (mh)





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