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Koalitionsvertrag „eine wärmepolitische Enttäuschung“
13. Februar 2018

Koalitionsvertrag „eine wärmepolitische Enttäuschung“

Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD setzt bei Weitem nicht die notwendigen Impulse, um die Wärmewende voranzubringen. Das meint jedenfalls Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP). Bestenfalls seien in der Vereinbarung homöopathische Maßnahmen erkennbar.


Eine Neuauflage der Großen Koalition wird nach Ansicht von BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel nicht die notwendigen Impulse für die Dekarbonisierung des Wärmesektors liefern. „Der Koalitionsvertrag lässt die erforderliche Ambition vermissen, um die Energiewende im Heizungskeller wirklich und wirkungsvoll voranzubringen. Angesichts der Bedeutung dieses Sektors für die Energie- und Klimaziele ist das Ergebnis eine herbe Enttäuschung“, konstatiert Sabel.

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Bestenfalls homöopathische Maßnahmen

Bei den Inhalten der Regierungsvereinbarung seien bestenfalls homöopathische Maßnahmen erkennbar: „Eine Vereinfachung und Entbürokratisierung des Energieeinsparrechts und die Fortführung der bestehenden Förderprogramme sind natürlich grundsätzlich positiv und werden von uns begrüßt – sie treffen aber nicht den Kern des Problems. Vor allem eine Reform der Steuern, Abgaben und Umlagen im Energiebereich sowie eine Weiterentwicklung der Neubaustandards wären aus unserer Sicht notwendig gewesen“, erläutert Sabel.

Ausbau muss schneller gehen

Bis 2030 muss Deutschland völkerrechtlich verbindliche CO2-Einsparziele erreichen – das garantiert auch der Koalitionsvertrag. Dies gehe nach einhelliger Erkenntnis jüngster Studien aber nur mit einem deutlichen schnelleren Ausbau des Wärmepumpen-Bestandes. „Vier bis acht Millionen Anlagen bis 2030 – nur so kann Deutschland seine Paris-Verpflichtungen erfüllen. Wir sind gespannt, wie die neue Koalition die entsprechende Marktdynamik entfachen will“, so Sabel. (mh)





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