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Immobilienweise prophezeien Ende der Immobilienrallye
21. Februar 2018

Immobilienweise prophezeien Ende der Immobilienrallye

Deutschlands Immobilienmärkte stabil trotz anhaltender Verknappung und Niedrigzinsniveau. Das zeigt das Frühjahrsgutachten 2018 des Rats der Immobilienweisen. Die Zeiten der stürmischen Preisentwicklung sind in einigen Metropolen aber bereits vorbei. Hier dürften die Kaufpreise sogar schon bald sinken.


Der Rat der Immobilienweisen hat sein Frühjahrsgutachten 2018 veröffentlicht. Die deutschen Immobilienmärkte entwickeln sich demnach trotz zunehmender Verknappung bei Wohn- und Wirtschaftsimmobilien und einer historisch hohen Nachfrage nach Immobilieninvestments anhaltend stabil. 2017 sind die Wohnungsmieten in Deutschland mit 4,3% etwas stärker als im Vorjahr (+3,1%) gestiegen. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Inflation entspricht dies dem Gutachten zufolge einem realen Anstieg von 2,5%. Deutschlandweit lag der mittlere Mietpreis 2017 bei 7,46 Euro pro m2 nach 7,15 Euro pro m2 im Vorjahr.

Kaufpreise ziehen weiter deutlich an

Auch die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sind bundesweit betrachtet im Jahr 2017 weiter gestiegen. Zwar fiel er etwas niedriger aus als im Vorjahr. Nach einem Plus von 8,8% im Jahr 2016 waren es aber immer noch 7,9%. Im bundesweiten Mittel kosten Eigentumswohnungen nun aus dem Bestand 2.120 Euro pro m2 nach 1.970 Euro pro m2 im Vorjahr 2016.

Zeiten der stürmischen Entwicklung vorbei

Die abschwächende Tendenz dürfte sich nach Meinung der Immobilienexperten verstärken, vor allem in den Metropolen. „Die Zeiten der stürmischen Entwicklung der Wohnungsnachfrage sind in München, Berlin und Stuttgart zu Ende gegangen. In Hamburg, Frankfurt, Köln und Düsseldorf ist dies bislang nicht der Fall, aber eine Abschwächung ist auch hier gut möglich“, erklärt Prof. Dr. Harald Simons, Vorstand der empirica AG, der im Frühjahrsgutachten die deutschen Wohnungsmärkte analysiert.

Gründe für Ende der Rallye

Für die Trendwende gebe es gute Gründe. Die Zuwanderung insbesondere nach München, Berlin und Stuttgart habe sich beruhigt. Gleichzeitig wachse das Wohnungsangebot kräftig, da sich die Baugenehmigungen der letzten Jahre nun durch höhere Fertigstellungszahlen bemerkbar machen. „Der nunmehr seit acht Jahren andauernde Kauf- und Mietpreisanstieg dürfte bald zu Ende sein. Für München, Berlin sowie Stuttgart sehe ich meine letztjährigen Prognosen bestätigt, hier rechne ich weiterhin mit einem Kaufpreisrückgang. Für Hamburg, Köln und Düsseldorf sind die Aussichten bislang uneinheitlich, für Frankfurt wird der Brexit entscheidend“, prognostiziert Simons. (mh)





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