Immobilienpreise in München und Frankfurt steigen weiter rasant an | ImmoCompact - Nachrichten
AssCompact - Facebook AssCompact - Twitter AssCompact - Xing

Immobilienpreise in München und Frankfurt steigen weiter rasant an
22. September 2017

Immobilienpreise in München und Frankfurt steigen weiter rasant an

Der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI) weist für die Region Süd im zweiten Quartal 2017 teilweise rasante Preisanstiege aus. Die Preise für Häuser in München und Wohnungen in Frankfurt haben innerhalb eines Jahres um über 20% zugelegt. Doch auch in Stuttgart ziehen die Kaufpreise deutlich an.


Laut dem Finanzdienstleisters Dr. Klein zeigt die Preiskurve in Frankfurt, Stuttgart und München weiter dynamisch nach oben. Häuser in München und Wohnungen in Frankfurt sind im zweiten Quartal 2017 sogar über 20% teurer als im Vorjahreszeitraum.

Anzeige
Frankfurter Käufer sollten schnell sein

Der Wohnraum in Frankfurt ist und bleibt dem aktuellen DTI zufolge stark nachgefragt: Im Vergleich zum ersten Quartal verzeichnet der Preisindex für Wohnungen ein Plus von 6,4%, Häuser sind 4,8% teurer. Auch die Medianpreise für Immobilien steigen weiter an (Wohnungen: 3.167 Euro pro m2, Häuser 2.500 Euro pro m2) – ebenso wie die Höchstpreise (Wohnungen: 11.159 Euro pro m2, Häuser: 10.042 Euro pro m2).

Immobilienpreise in München und Frankfurt steigen weiter rasant an

Weil die Nachfrage das Angebot weit übersteigt, spielt laut Carsten Engmann, Spezialist für Baufinanzierung von Dr. Klein in Frankfurt, das Tempo eine immer entscheidendere Rolle: „Mittlerweile gilt: Der schnellste Käufer erhält den Zuschlag. In der Praxis bedeutet dies, dass sich die Interessenten oft nicht für die günstigste Finanzierung entscheiden, sondern für den Bankpartner, der am schnellsten die Zusage machen kann“, so Engmann. Gelichwohl müsse man immer die Risiken bei vorschnellen Entscheidungen im Blick haben.

Plus 14% in Stuttgart

In Stuttgart liegen die Eckdaten für Häuser und Wohnungen derweil relativ dicht beieinander: Der Medianwert für Wohnungen befindet sich im zweiten Quartal mit 2.813 Euro pro m2 nicht weit über dem gemittelten Wert für Ein- und Zweifamilienhäuser von 2.747 Euro pro m2. Verglichen mit dem Vorjahresquartal steigen die Preise bei beiden Immobilienarten um über 14%. In Bezug auf die ersten Monate des Jahres kosten Stuttgarter Wohnungen 3,4% mehr und Häuser sind 4,7% teurer.

Die Spanne der gezahlten Hauspreise geht im zweiten Quartal leicht nach unten: Das günstigste Haus wechselte für einen Quadratmeterpreis von 568 Euro den Besitzer, für das teuerste wurden 7.587 Euro pro m2 fällig – deutlich weniger als in München (10.784 Euro pro m2) und Frankfurt (10.042 Euro pro m2). Für Wohnungen werden wie im Quartal zuvor zwischen 753 und 8.399 Euro pro m2 bezahlt.

Uneränderter Preisboom in München

In München ist immer noch kein Abflachen der Preiskurve zu sehen. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern nimmt seit einem Jahr der Prozentsatz zu, mit dem die Preise steigen: Im zweiten Quartal 2017 sind Häuser 6,4% teurer als Anfang des Jahres und 21,6% teurer als im zweiten Quartal 2016. Auch der Medianpreis spiegelt diese Entwicklung wider: Für Ein- oder Zweifamilienhäuser zahlen Käufer im Schnitt 4.233 Euro pro m2 und damit über 200 Euro mehr als im ersten Quartal. Mit einer Teuerungsrate von 2,5% entwickeln sich die Preise für Wohnungen im zweiten Quartal nicht ganz so dynamisch. Sowohl die Steigerung zum Vorjahreszeitraum von 8,9% als auch die Preisspanne zwischen 1.633 und 11.000 Euro pro m2 befinden sich auf Vormonatsniveau. Allerdings erhöht sich auch hier der Medianwert um rund 200 Euro: Der gemittelte Quadratmeterpreis für Wohnungen beträgt 5.839 Euro pro m2. (ar)





Empfohlener Artikel

Die Mietpreisbremse ist ein Musterwerk der Symbolpolitik. Trotz aller Warnungen aus der Branche wollte die Bundesregierung sie unbedingt durchsetzen. Kurz vor der Wahl kommt die Einsicht von oberster Stelle. Hoffentlich war dies nicht die letzte Einsicht – denn die Wohnungs- und Immobilienpolitik der vergangenen Jahre ist ein einziges Debakel.

ImmoCompact Abonnement

Sie wollen den ImmoCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des ImmoCompact Newsletters und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier