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Immobilien als Kapitalanlage: So machen Anleger Beton zu Gold
28. Juni 2018

Immobilien als Kapitalanlage: So machen Anleger Beton zu Gold

Betongold liegt im Trend. Immer mehr Menschen in Deutschland wollen in Immobilien als Kapitalanlage investieren. Um Beton zu Gold zu machen, müssen allerdings einige Punkte beachtet werden.


Nicht nur der Markt für Eigenheime boomt, auch Immobilien als Anlageobjekte sind immer stärker gefragt. Innerhalb von fünf Jahren hat sich das Interesse an diesen Objekten verdoppelt: 52% der Haushalte in Nordrhein-Westfalen können sich eine Rolle als Vermieter vorstellen. Zum Vergleich: 2012 waren es erst 26%. Das ergab die repräsentative Studie „LBS Wohnwünsche“.

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Risiken nicht unterschätzen

Mit der Lust auf die Beton-Rendite nehmen zugleich die Risiken für diejenigen zu, die sich neu am immer enger werdenden Markt für Anlageimmobilien versuchen wollen. Experten wissen, worauf Interessierte unbedingt achten sollten, wenn sie ihr Geld in Steinen anlegen möchten: „Anleger schätzen an Immobilien vor allem die verlässlichen Zinserträge und die Sicherheit, die sie wortwörtlich mit den Händen fassen können. Aktien mögen viele Leute einfach nicht“, sagt LBSi NordWest-Geschäftsführer Roland Hustert.

Verhältnis Jahreskaltmiete zu Kaufpreis

Damit sich eine Kapitalanlage-Immobilie wirklich rechnet, komme es auf das Verhältnis von Jahreskaltmiete zum Kaufpreis an: Das 25-fache der Jahreskaltmiete entspricht zum Beispiel einer Brutto-Rendite von 4%. Konkret: Bei einer Immobilie im Wert von 300.000 Euro müsste eine Jahreskaltmiete von 12.000 Euro erzielt werden. Hierbei sollte man nicht vergessen, dass jedes Jahr ein Drittel davon in die Immobilie reinvestiert werden sollte, wenn man ein gebrauchtes Objekt erworben hat.

Immobilien an B-Standorten

Immobilien an so genannten B-Standorten sind oft schon für das 15- bis 18-fache der Jahreskaltmiete zu bekommen. Wichtig ist dabei laut LBSi NordWest ein guter baulicher und energetischer Zustand des Gebäudes, eine funktionierende Infrastruktur und soziales Umfeld sowie eine Breitband-Internetverbindung, ein Pkw-Stellplatz, Tageslicht im Bad und ein Balkon unverzichtbar. Gut vermarkten lassen sich traditionell kleine 2-Zimmer-Wohnungen um die 45 m², die 3-Zimmer-Küche-Bad bis 70 m² und vor allem kleine Business- und Studentenwohnungen ab 25 m². Je größer die Wohnung, desto weniger Miete bekommt der Anleger pro Quadratmeter.

Mikro-Appartements

Beste Renditen versprechen LBSi NordWest zufolge aktuell Mikro-Appartements, die Anleger häufig in Paketen kaufen und an eine Betreibergesellschaft verpachten. Die LBSi NordWest bietet dieses Modell gemeinsam mit einigen der fast 100 kooperierenden Sparkassen an. Die Anleger müssen sich dabei anschließend um nichts weiter kümmern. (sw)



Kommentare

von Klaus Noethen am 03.07.2018 um 10:38 Uhr
Der Titel ist meines Erachtens irreführend. Im Text wird dann auch auf Risiken hingewiesen, so dass dann inhaltlich der Bericht in Ordnung geht. Bei einer Brutto-Rendite von 4 % und einer Rücklage von ca. 1,3% verbleiben 2,7 % Rendite. Da sollte man sich auf jeden Fall vorab gut beraten lassen, damit das Gold nicht zu Staub wird. Fatal wird das Investment, wenn für die Immobilie zu viel bezahlt wird. Dann ist ggf. auch mit Kapitalverlusten zu rechnen.



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