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Hessen fördert Wohnraum mit 300 Mio. Euro
11. April 2018

Hessen fördert Wohnraum mit 300 Mio. Euro

Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WI-Bank) hat ihre Zahlen für 2017 veröffentlicht. Demnach hat die Hessens Förderbank über 5.400 Wohneinheiten gefördert. Die Förderung im sozialen Mietwohnungsbau wurde nahezu verdoppelt. Zusätzliche Impulse setzte das Landesprogramm KIP-Wohnraum.


2017 sind von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen knapp 300 Mio. Euro Darlehen und Zuschüsse in die hessische Wohnraumförderung geflossen. Das sind 127 Mio. Euro mehr als 2016. Insgesamt wurden 5.453 Wohneinheiten (WE), und damit 2.396 mehr als im Vorjahr, gefördert.

Rund 66,7 Mio. Euro dienten der Förderung des sozialen Mietwohnungsbaus. Das entspricht einem Anstieg von fast 100% (2016: 33,6 Mio. Euro). Die deutliche Steigerung lässt sich vor allem mit dem 2017 wieder eingeführten Programm zum Ankauf von Belegungsrechten sowie dem Hessischen Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) erklären. KIP-Wohnraum unterstützt die Schaffung und Modernisierung von bezahlbarem und zur dauerhaften Fremdvermietung geeignetem Wohnraum für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen. Insgesamt stehen hierfür hessenweit Darlehensmittel in Höhe von 230 Mio. Euro zur Verfügung.

Im Bereich der Wohneigentumsförderung lag das Bewilligungsvolumen im Jahr 2017 bei 19,4 Mio. Euro für insgesamt 214 Wohneinheiten (2016: 22,8 Mio. Euro für 253 WE). Im Rahmen der Wohneigentumsförderung bietet die WIBank Haushalten mit mittleren Einkommen zinsgünstige Darlehen zum Bau oder Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum. Die Förderlinie richtet sich gezielt an junge Familien mit Kindern und möchte ihre Wohn- und Lebensbedingungen verbessern.

Darüber hinaus fördert die WIBank den Neubau und die Modernisierung von Mietwohnungen. 2017 wurden hier 3.765 Wohneinheiten mit insgesamt knapp 211 Mio. Euro finanziert. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf energetischen Neubau- und Sanierungsmaßnahmen, die zum Teil durch Landeszuschüsse aus dem Hessischen Energieeffizienzprogramm für Mietwohnungen besonders gefördert wurden. Der bereits hohe Vorjahresstand von 113,1 Mio. Euro wurde damit 2017 deutlich übertroffen (plus 86,5%).

Förderbeispiele:
Nordhessen

In Kassel wurden 2017 z.B. für den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit 38 Wohneinheiten im Stadtteil Niederzwehren ein Darlehen und ein Landeszuschuss von insgesamt 2,5 Mio. Euro zugesagt. Zusätzlich dazu wurden 2,7 Mio. Euro KfW-Mittel bereitgestellt.

Mittelhessen

Im Stadtteil Wehrda in Marburg wurden knapp 440.000 Euro Darlehens- und Landeszuschussmittel für sechs neugeschaffene Wohnungen in einem bestehenden Mehrfamilienhaus bewilligt.

Südhessen

Ein weiteres Beispiel ist der elf Wohneinheiten umfassende Neubau in Wiesbaden Mitte, der über das kommunale Investitionsprogramm mit mehr als eine Millionen Euro gefördert wurde. Ebenso flossen sechs Millionen Euro KfW-Mittel in das Neubauprojekt. In Rüsselsheim wurden für den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit 24 Wohneinheiten Darlehens- und Landeszuschussmittel von insgesamt 3,1 Mio. Euro bewilligt.

Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)

In Hessen wird seit über 60 Jahren erfolgreiche Förderpolitik betrieben. Unabhängig, ob die Investitionen im Bereich der Wirtschaft, des Wohnungsbaus, der Infrastruktur oder der Bildung liegen; als Förderbank des Landes ist die WIBank als Dienstleister und Partner der hessischen Landesregierung in vielen Bereichen aktiv. Sie bündelt nahezu das gesamte öffentliche Fördergeschäft und bietet darüber hinaus eigene Förderprogramme an. Die einzelnen Programme können in Form von Darlehen, Zuschüssen, Beteiligungen oder Bürgschaften gestaltet werden.

Außerdem ist sie mit strukturpolitischen Aufgaben betraut – ein einzigartiges Aufgabenspektrum in der Landschaft der deutschen Förderbanken. (sw)





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