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Harte Schale – harter Kern
10. März 2016

Harte Schale – harter Kern

Schalungssteine sind „Allrounder“. Sie kommen im Industrie- und Hochbau ebenso zum Einsatz wie bei landwirtschaftlichen Gebäuden oder im Garten- und Landschaftsbau (GaLa). Das liegt vor allem an ihrer einfachen Verarbeitung. So werden die Schalungssteine aus Leichtbeton ohne Mörtelfuge und nach Nut-Feder-Prinzip verarbeitet.


Auf diese Weise entstehen schnell und unkompliziert Mantelbetonwände, deren Ortbetonfüllung höchste Tragfähigkeit und besten Schallschutz garantiert. Beim Thema „Wärmedämmung“ punktet wiederum die Schale aus Leichtbeton mit ihrer Haufwerksporigkeit: Die Hohlräume des Leichtbetons sorgen für eine geringe Wärmeleitfähigkeit und erhöhen somit die Wärmedämmung. Anwendungsregeln und Verarbeitungstipps zu Schalungssteinen aus Leichtbeton fasst nun eine neue KLB-Broschüre zusammen.

Die Auswahl des richtigen Wandbaustoffes hängt natürlich maßgeblich von seinem Einsatzgebiet ab. Schalungssteine aus Leichtbeton spannen hierbei ein breites Anwendungsfeld auf. Zudem sind sie aufgrund ihrer leichten Verarbeitung sowohl für Profis als auch für ambitionierte Laien interessant.

Symbiose aus Leichtbeton-Hülle und Betonkern

Schalungssteine haben mehrere senkrechte Kammern, die mit Ortbeton ausgegossen werden. Anschließend wird der Beton verdichtet und härtet aus. Er bildet die tragende Wand und erfüllt demnach vor allem statische Aufgaben. Seine Masse gewährleistet aber auch einen guten Schallschutz. Der Leichtbetonstein wiederum hat keine primär tragende Rolle, sondern dient als verlorene Schalung. Im Falle des Schalungssteins mit Vorsatzschale überzeugt der haufwerksporige Leichtbeton mit poröser Gesteinskörnung, indem er Lufteinschlüsse im Mauerwerk ermöglicht. Die Zuschläge – wie Bims oder Blähton – werden bei der Herstellung vom Beton nur umhüllt, so dass Hohlräume bestehen bleiben. Diese sorgen für eine isolierende Wirkung. Eine Vorsatzschale kann die hervorragende Wärmedämmung noch weiter verbessern: Als zusätzliche Kammer beherbergt sie eine Dämmschüttung und ermöglicht so hohe energetische Niveaus. Für eine 42,5 Zentimeter breite Wand kann auf diese Weise ein U-Wert von 0,2 W/m²K erreicht werden. Dem Bau von KfW-Effizienzhäusern aus diesen Schalungssteinen steht somit nichts im Wege.

Für Profis und Hobby-Maurer

Der Einsatz von Schalungssteinen erweist sich dabeials äußerst anwenderfreundlich: Maurer versetzen die Steine einfach im Verband. Somit liegen die äußeren Stege immer übereinander und bilden den Füllkanal, in den später der Ortbeton eingebracht wird. Der gesamte Versatzvorgang erfolgt trocken, das heißt ohne Mörtelfuge. Hierbei spart der Bauausführende nicht nur Material, sondern auch Arbeitszeit ein. Während des Aufmauerns sorgt das Nut-Feder-Prinzip der Schalungssteine für die notwendige Lagersicherheit und erleichtert selbst Laien den Versatz. Nach Abschluss der Arbeiten ist ein Witterungsschutz via Verblender oder Putz nötig. Gerade letzterer kann sich aufgrund der homogenen Oberfläche sehr gut verkrallen. Damit sind Schalungssteine ein guter Putzgrund.

Weitere Informationen und praktische Verarbeitungstipps finden interessierte Bauprofis und ambitionierte Laien der neuen Broschüre „KLB-Schalungssteine aus Beton und Leichtbeton“. Sie ist direkt beim Herausgeber KLB-Klimaleichtblock per Fax (02632/2577770) oder E-Mail (info@klb.de) bestellbar. (sw)





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