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Großes Süd-Nord-Gefälle bei Immobilienpreisen in Nordrhein-Westfalen
11. August 2017

Großes Süd-Nord-Gefälle bei Immobilienpreisen in Nordrhein-Westfalen

Wohnimmobilien sind im Rheinland weiter deutlich teurer als in Westfalen. Besonders groß ist das Preisgefälle beim Bauland. Hier zahlen Rheinländer fast zwei Drittel mehr. Doch auch bei Gebrauchtimmobilien geht die Schere weit auseinander.


Während Westfalen einen erschlossenen Quadratmeter im Schnitt für 147 Euro bekommen, müssen Rheinländer 237 Euro und damit fast zwei Drittel mehr zahlen. Das Ruhrgebiet wurde dabei jeweils herausgerechnet. Deutlich ist der Unterschied auch bei den Gebrauchtimmobilien, wie eine Auswertung der LBS-Preiserhebung „Markt für Wohnimmobilien 2017“ zeigt: Ein 100-Quadratmeter-Reihenhaus aus zweiter Hand kostet in Westfalen 149.000 Euro, im Rheinland sind es 216.000 Euro und damit 45% mehr.

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Auch Reihenhäuser weit auseinander

Bei neuen Reihenhäusern ist der Unterschied mit 28% nicht ganz so ausgeprägt: 208.000 bzw. 266.000 Euro lauten hier die Werte im Norden bzw. Süden NRWs. Dichter beieinander liegen die Preise bei den Eigentumswohnungen. Gebraucht kostet eine westfälische Wohnung 1.250 Euro pro Quadratmeter, das rheinische Pendant ist mit 1.500 Euro ein Fünftel teurer. Neu liegt der Unterschied sogar nur bei 13%: 2.280 Euro zahlen die Westfalen, 2.580 Euro die Rheinländer.

Liebhaberpreise vs. Herstellungspreise

Gebrauchtpreise resultieren zum Einen aus dem Preisgefüge des Umfeldes. Dazu kommt aber der persönliche Nutzwert, den der potenzielle Käufer dieser speziellen Immobilie zumisst – das kann bis hin zu Liebhaberpreisen gehen. Neubaupreise seien dagegen objektivere Herstellungspreise, die auch von Dienstleistern außerhalb des Gebietes erbracht werden können. (sw)





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