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Geschlossene Immobilienfonds bleiben auf der Überholspur
21. November 2017

Geschlossene Immobilienfonds bleiben auf der Überholspur

Geschlossene alternative Investmentfonds (AIFs) für Immobilien sind stark gefragt. In den vergangenen zwei Jahren ist der Markt um 17% gewachsen. Das Nettovermögen aller geschlossenen Immobilien-AIF ist auf insgesamt 21,5 Mrd. Euro gestiegen. IntReal sieht das Wachstum aber noch längst nicht am Ende.


Der Markt für geschlossene Immobilien-AIF ist wieder auf Wachstumskurs. Das Segment legte laut der Bundesbank in den vergangenen zwei Jahren um 17% zu. Hatte das Nettofondsvermögen im September 2015 noch bei 18,4 Mrd. Euro gelegen, betrug es ein Jahr später schon 19,5 Mrd. Euro und im September 2017 rund 21,5 Mrd. Euro. Dieses Vermögen verteilt sich auf insgesamt 1.528 geschlossene Immobilien. „Die 21,5 Mrd. Euro Nettofondsvermögen enthalten auch Altfonds aus der Zeit vor der Umsetzung der AIFM-Richtlinie“, kommentiert Michael Schneider, Geschäftsführer der IntReal, die Zahlen. Das Wachstum der Branche resultiert somit im Wesentlichen aus neu aufgelegten Fonds nach den Regularien des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB).

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1,4 Mrd. Euro frisches Kapital

Der Bundesbank zufolge flossen den geschlossenen Immobilienvehikeln in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 rund 1,4 Mrd. Euro an frischen Mitteln zu. Zieht man die Ausschüttungen und andere Rückflüsse davon ab, bleiben noch immer Nettomittelzuflüsse von 685 Mio. Euro. Die Bundesbankzahlen zeigen jedoch nicht, welcher Anteil davon in institutionelle Produkte und Publikums-Produkte geflossen ist. Laut der Investment-Statistik des Fondsverbands BVI waren aber die Nettozuflüsse bei den geschlossenen Immobilien-Spezialfonds deutlich höher als bei den geschlossenen Immobilienpublikums-AIF.

Offene Fonds trotzdem weiter klar vorn

Trotz des Wachstums liegen die geschlossenen Immobilienvehikel deutlich hinter den offenen Immobilien-AIF. Zum Vergleich: Die Kapitalmarktstatistik der Bundesbank gibt das Nettovermögen der offenen Immobilien-Publikumsfonds mit 87,3 Mrd. Euro an, bei den Immobilien-Spezialfonds sind es 82,6 Mrd. Euro. Seit Anfang 2015 weist die Bundesbank monatlich umfassende Informationen zu geschlossenen AIF und separat zur Unterkategorie Immobilien-AIF aus und füllt damit eine wichtige Informationslücke. (mh)





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