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Fertighaus statt Luftschloss: Fördermöglichkeiten für den Weg ins Eigenheim
22. Juni 2018

Fertighaus statt Luftschloss: Fördermöglichkeiten für den Weg ins Eigenheim

Die finanzielle Planung spielt für Bauherren meist eine besonders wichtige Rolle. Damit der Traum vom Eigenheim nicht wie eine Seifenblase zerplatzt, sollten einige Dinge beachtet werden. Viel Geld kann beim Bau der eigenen vier Wände mit Krediten der KfW-Bank gespart werden.


Die KfW-Bank fördert in ihren Programmen auch eine energieeffiziente Bauweise. So lassen sich beispielsweise Fertighäuser, die zum Teil bereits standardmäßig als Energieeffizienzhaus 55 realisiert werden, günstig über Kredite von Hausbank und Förderbank finanzieren. Die energieeffiziente Bauweise macht sich langfristig zusätzlich bezahlt: So benötigt beispielsweise das Energieeffizienzhaus 55 höchstens 55% der Energie eines Neubaus, der den Mindestanforderungen entspricht, so ein Experte des Fertighausherstellers Hanlo-Haus. Eine energieeffiziente Bauweise zahlt sich doppelt aus: Zum einen sorgt sie für niedrige Energiekosten, zum anderen eröffnet sie zusätzliche Möglichkeiten bei der Eigenheimfinanzierung.

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Denn die bundeseigene Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vergibt für Häuslebauer mit hohem energetischem Anspruch besonders günstige Kredite. Insbesondere für sogenannte „Effizienzhäuser“ erhalten Bauherren günstige Zinskonditionen und Tilgungszuschüsse zum Kredit. Der Weg zum KfW-Kredit führt dabei meist über die Hausbank, die die Finanzierung prüft und den Kreditvertrag mit dem zukünftigen Hausbesitzer abschließt. Sie haftet dann gegenüber der KfW für die Rückzahlung. Die KfW selbst vergibt die Kredite nicht direkt, setzt aber die Höchstzinssätze fest. Viele Banken bieten auch günstigere Konditionen an – meist unter der Prämisse, dass für die restliche, benötigte Summe ein Kredit bei ihnen aufgenommen wird.

Unterstützung bei der Finanzierung

Ein Haus gehört zu den größten Investitionen, die wir in unserem Leben tätigen – da liegt es auf der Hand, dass die Frage nach der Finanzierung meist eine der ersten ist. Beratend zur Seite stehen dem zukünftigen Hausbesitzer auch die einzelnen Haushersteller. In Beratungsbüros und Musterhausaustellungen stehen Experten für Fragen der Finanzierung zur Verfügung – und geben Tipps, mit welchem energetischen Standard die entsprechende Förderung erzielt werden kann. Wand, Dach, Fenster und Türen werden auf ein Gesamtkonzept abgestimmt, das mit niedrigen Energiekosten für den Hausbesitzer aufwarten kann. So wird bei der Planung besonderen Wert auf die Reduzierung von Wärmebrücken gelegt, um im Bereich der Bauteileanschlüsse Wärmeverluste zu minimieren.

KfW-Förderung

Standardmäßig als Effizienzhaus 55 geplant, eignen sich Fertighäuser wie von Hanlo für Baufamilien, die eine KfW-Förderung anstreben. Die tragende Struktur der Häuser besteht dabei aus Holz aus heimischen Wäldern und stellt damit eine besonders ökologische Bauweise dar. Die Beheizung erfolgt über eine Wärmepumpenheizung, die beispielsweise aus der Erdwärme Energie entzieht und diese nutzt, um eine komfortable Fußbodenheizung zu betreiben. Ideal ergänzt werden kann das Konzept durch eine Solar- und Photovoltaikanlage.

Kommunale Förderungen

Neben den klassischen KfW-Förderangeboten bieten inzwischen auch immer mehr Kommunen jungen, bauwilligen Familien Fördermittel zum Kauf von Grundstücken oder für den Bau eines Hauses an. Um auch die Rahmenbedingungen vor Ort und den jeweiligen Standortfaktor zu fördern, übernehmen einige Städte und Gemeinden darüber hinaus sogar auch weitere Kosten wie etwa die Kindergartenbeiträge. Unterstützung gibt es für potenzielle Bauherren außerdem von „unerwarteter Seite“: Denn auch die katholische und evangelische Kirche greifen Familien bei der Baufinanzierung unter die Arme. Die Möglichkeiten der Finanzierung sind vielfältig – häufig lohnt es sich auch, die derzeitige Miete mit der möglichen Ratenzahlung zu vergleichen. Oftmals wird sich zeigen, dass sich der Weg in die eigenen vier Wände auszahlt. (sw)





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