Fata Morganas und Game Changer: Das sind die Immobilientrends 2018 | ImmoCompact - Nachrichten
AssCompact - Facebook AssCompact - Twitter AssCompact - Xing

Fata Morganas und Game Changer: Das sind die Immobilientrends 2018
18. Dezember 2017

Fata Morganas und Game Changer: Das sind die Immobilientrends 2018

Die Immobilienexperten von Savills haben ihren „Ausblick Immobilienmarkt Deutschland“ veröffentlicht. Darin zeigen sie die wichtigsten Trends am deutschen Immobilienmarkt im Jahr 2018 auf. Während manche Entwicklungen dabei einer Fata Morgana gleichen, haben andere das Potenzial zum Game Changer.


Die Störgefühle mögen zunehmen, fundamental ändern wird sich wohl wenig. Obwohl sich immer mehr endzyklische Phänomene beobachten lassen, erkennen die Experten von Savills noch kein Ende des Zyklus. Sie erwarten daher glauben, dass sich die übergeordneten Entwicklungen der vergangenen Jahre auch im Jahr 2018 fortsetzen werden. Im Kleinen gebe es jedoch durchaus Entwicklungen, die mittelfristig große Veränderungen herbeiführen könnten.

Anzeige
Coworking Spaces als potenzielle Game Changer

An den Bürovermietungsmärkten stellen noch höhere Mieten und ein noch geringeres Angebot die Nutzer vor echte Herausforderungen. Im Sog der Büroflächenknappheit entwickeln sich währenddessen die Anbieter von Coworking Spaces zu bedeutenden Spielern an den Büromärkten. Das wiederum könnte die Eigentümer von Büroimmobilien über kurz oder lang vor Herausforderungen stellen. Davon abgesehen sind und bleiben die Fundamentaldaten für Investoren laut Savills aber hervorragend. Im Grunde gebe es nur ein Risiko: überschießende Mietwachstumserwartungen.

Popup Stores statt langjähriger Bindung

Bei den Ladenflächen erwartet Savills eine stabile Nachfrage nur noch in den besten, das heißt am höchsten frequentierten Lagen – und zwar im internationalen Maßstab. Zehnjährige Mietverträge werden hingegen immer seltener. Im Gegenzug gewinnen Popup-Stores an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund rechnet Savills mit einer zunehmenden Verkaufsneigung bei den Investoren und schon ab 2018 mit steigenden Anfangsrenditen. Lediglich in Einzelfällen, zum Beispiel bei Geschäftshäusern in Spitzenlagen oder im Nahversorgungssegment, könnten die Preise noch steigen.

Unterschiedliche Wanderungsmuster

Auch die Wanderungsbewegungen hat Savills analysiert. Demnach wandert die Bevölkerung vornehmlich in die Speckgürtel-Landkreise der A-Städte. Die Investoren weichen hingegen vermehrt auf die B- und C-Städte aus, obwohl diesen in vielen Fällen eine Bevölkerungsabnahme prognostiziert werde. Eine mögliche Interpretation dieses Phänomens sei der hohe Anlagedruck. Dieser veranlasse Investoren dazu, der Marktgröße einen höheren Stellenwert einzuräumen als den fundamentalen Rahmenbedingungen.

Fata Morgana City-Logistik

City-Logistik ist ein viel diskutiertes Trendthema am deutschen Immobilienmarkt. Für eine Same-day- oder gar Same-hour-Lieferung ist das logistische Netz in den meisten Städten sicherlich noch nicht dicht genug. Bei den Knotenpunkten dieses Netzes handelt es sich Savills zufolge um maximal wenige tausend Quadratmeter große Logistikflächen. Dieser Bedarf lasse sich wahrscheinlich in der bestehenden Gebäudesubstanz abbilden. Ein neuer Typ innerstädtischer Logistikimmobilie könne sich daher als Fata Morgana erweisen. Damit ist die innerstädtische Logistik den Experten zufolge eher kein Thema für Logistikimmobilienentwickler und -investoren, sondern nur für alle anderen. (mh)





Empfohlener Artikel

Die Mietpreisbremse ist ein Musterwerk der Symbolpolitik. Trotz aller Warnungen aus der Branche wollte die Bundesregierung sie unbedingt durchsetzen. Kurz vor der Wahl kommt die Einsicht von oberster Stelle. Hoffentlich war dies nicht die letzte Einsicht – denn die Wohnungs- und Immobilienpolitik der vergangenen Jahre ist ein einziges Debakel.

ImmoCompact Abonnement

Sie wollen den ImmoCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des ImmoCompact Newsletters und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier