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Europäische Wohnungsmärkte: Mitten im Superzyklus?
05. April 2016

Europäische Wohnungsmärkte: Mitten im Superzyklus?

Um die langfristigen Vorteile von Immobilien-Investmentstandorten zu beschreiben, hat Catella Research verschiedene Standorte umfassend analysiert. Egal in welchem Land und Standort: die Experten sehen Investitionen in Wohnimmobilien einer starken Nachfrage ausgesetzt. Die Folge sind stetig steigende Preisen.


Der Wohnungssektor ist laut Catell der am besten performende Immobiliensektor dieser Dekade, obwohl es signifikante Unterschiede in den Erträgen und den Performancetreibern zwischen den Standorten und lokalen Märkten gibt. In den letzten 24 Monaten stieg die Nachfrage gewaltig, ein Ende ist vorerst nicht absehbar. Laut dem „Catella`s Market Indicator – Residential Europe 2016” flossen 2015 insgesamt 37,5 Mrd. Euro in Wohnungsinvestments.

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Zwei prägende Phänomene

Der Europäische Wohnungssektor werde durch zwei maßgebliche Phänomene geprägt, die die Grundlage für die Phase eines „Superzyklus“ bilden: eine fast schon dramatisch schnell voranschreitende Urbanisierung – und das mindestens seit zehn Jahren. Diese Entwicklung münde heute in einer Situation, in der eine hohe reale Nachfrage auf ein vergleichsweise langsam wachsendes Angebot trifft. Es müsse aber auch berücksichtigt werden, dass die Wohnungsmärkte der nationalen Politik unterliegen.

Niedrigere Renditen in Metropolen

Städte wie London, Paris, Schweizer Metropolregionen und deutsche Städte wie München, Hamburg und Stuttgart sind sehr begehrt und fallen daher mit hohen Mietpreisen zu Buche. Doch trotz steigender Mietpreise sei es nicht möglich den Kaufpreisanstieg zu kompensieren. Das führe zu weiterer Renditekompression und Renditen zwischen lediglich 3% und 4%. Dies stelle wiederum einige deutsche und französische B- und C Städte, mit Renditen bis zu 6%, in den Vordergrund.

Stabiles Wirtschaftswachstum stützt Trend

Zu vergleichbaren Ergebnisse ist Catella auch in polnischen Städten wie Warschau, Danzig und Lodz gekommen. Der Trend werde mittel- und langfristig von einem stabilen Wirtschafswachstum gestützt. Erst kürzlich seien die Transaktionsaktivitäten in Spanien gestiegen, es bleibe jedoch abzuwarten, ob diese Entwicklung nachhaltig ist. (mh)





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