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Energieverbrauch privater Haushalte erneut gestiegen
09. März 2018

Energieverbrauch privater Haushalte erneut gestiegen

Die privaten Haushalte in Deutschland haben erneut mehr Energie für Wohnen verbraucht als im Vorjahr. Vor allem die Nachfrage nach Biomasse wie Brennholz und Pellets ist laut dem Statistischen Bundesamtes (Destatis) stark gestiegen. Der Energieverbrauch der Haushalte lag zuletzt sogar nur noch leicht unter dem Niveau von 2010.


Nach Berechnungen von Destatis haben die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2016 mit 665 Milliarden Kilowattstunden erneut mehr Energie für Wohnen verbraucht als im Vorjahr. Konkret waren es 1,4% mehr als 2015. Nachdem der Energieverbrauch bis 2014 rückläufig war, stieg er bereits im Jahr 2015 um 1,9%. Damit nahm er 2016 im zweiten Jahr in Folge zu.

Mehr Energie für Raumwärme

Der Anstieg ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Haushalte mehr Energie für Raumwärme nutzten (+ 2,2%). Auf die Raumwärme entfällt mit gut 70% der größte Anteil der Haushaltsenergie.

Biomasse mit größtem Zuwachs

Insgesamt verbrauchten die Haushalte vor allem mehr Erdgas (+5,0%) und Erneuerbare Energien (Biomasse, Umweltwärme und Solarthermie: +6,3%). Unter den Erneuerbaren Energien hat Biomasse wie Brennholz und Pellets die größte Bedeutung und verzeichnete 2016 im Vergleich zum Vorjahr den höchsten Zuwachs (+7,0%). Bei anderen Energieträgern (Mineralöl, Strom, Fernwärme und Kohle) ist der Verbrauch dagegen zurückgegangen.

Nur noch leicht unter 2010

Über einen längeren Zeitraum betrachtet, lag der Energieverbrauch der Haushalte 2016 leicht unter dem Niveau von 2010 (-0,5%). Seit 2010 hat sich jedoch der Einsatz der genutzten Energieträger sehr unterschiedlich entwickelt. So verwendeten die Haushalte weniger Heizöl (-11,7%) und weniger Strom (- 7,9%), dafür aber mehr Gas (+5,4%) und vor allem mehr Erneuerbare Energien (+18,1%). Im Jahr 2016 betrug ihr Anteil am gesamten Energieverbrauch 13,5%, im Jahr 2010 waren es noch 11,3% gewesen.

Für die Raumwärme nutzten die Haushalte 2016 nahezu so viel Energie wie 2010 (-0,3%). Der Energieverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche ist in dieser Zeit jedoch deutlich gesunken. Das hätte rechnerisch zu einem Rückgang des Energieverbrauchs für Raumwärme um 3,9% geführt. Dieser Rückgang wurde allerdings durch andere Faktoren weitgehend kompensiert: So ist die Bevölkerung um 2,6% gewachsen, während sich gleichzeitig die Haushaltsgröße verringert hat. Diese Entwicklungen wirkten den Effizienzsteigerungen entgegen und hätten den Heizenergieverbrauch einzeln betrachtet um 2,5% beziehungsweise 1,0% erhöht. (sw)





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