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DJE stuft Immobilieninvestments weiter als attraktiv ein
19. Februar 2018

DJE stuft Immobilieninvestments weiter als attraktiv ein

Einige Experten prognostizieren schon seit geraumer Zeit immer wieder eine Blase am Markt für deutsche Wohnimmobilien. Und auch die Bundesbank warnt vor einer Überhitzung. Haupttreiber für steigende Preise sind Wohnungsknappheit und die anhaltend niedrigen Zinsen. Die Experten der DJE Kapital AG sehen das hingegen anders.


Die Immobilienpreise in Deutschland haben in den vergangenen Jahren stark angezogen, vor allem in den Metropolen. Teilweise herrscht daher mittlerweile die Angst vor einer Blase. Kein Wunder, haben sich die Kaufpreise zum Beispiel in München innerhalb der letzten zehn Jahre doch mehr als verdoppelt. DJE Kapital bereitet das aber keine Sorge. Zu vor seien sie schließlich auch jahrelang nicht gestiegen.

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Kein Vergleich zu anderen Metropolen

Im internationalen Vergleich seien sie mit Blick auf das Verhältnis der Mietkosten zum Einkommen zudem nicht überhöht. Darüber hinaus liege die Mietrendite immer noch im Schnitt bei 3% – und damit über den aktuellen Finanzierungskosten von etwa 1,5% auf 10 Jahre. In manch anderen internationalen Metropolen wie etwa New York sehe das ganz anders aus. Dort sind die Mietrenditen mittlerweile deutlich niedriger als die Zinskosten. Das sei eher besorgniserregend und spreche für eine Blasenbildung.

Zu wenig Neubau

Auch die Neubaugenehmigungen sprechen laut DJE eine klare Sprache. Diese dem Statistischen Bundesamt zufolge von Januar bis November 2017 um 7,8% auf 313.658 gefallen. Dem Bedarf werde das nicht gerecht, weshalb die Wohnungsknappheit nicht wirklich gelöst werden könne. In Berlin etwa sind zum Beispiel laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2016 gerade einmal 13.659 neue Wohnungen gebaut worden. Dem steht aber ein jährlicher Zuzug von etwa 50.000 Menschen gegenüber. Das zeige, dass die Wohnungsnot in Berlin aktuell eher größer als kleiner wird. Es sei daher wenig verwunderlich, dass gerade die Hauptstadt in den letzten Jahren einen starken Kauf – und Mietpreisanstieg verzeichnete.

Kleinen Zinsanstieg nicht überbewerten

Solange die Zinsen nicht spürbar steigen, sieht DJE keinen Anlass für fallende Immobilienpreise. Im Rahmen des Mietpreiswachstums könnten sie stattdessen sogar moderat ansteigen. Die Börsen reagieren den Experten zufolge zum Teil überempfindlich auf Zinsanstiege. Nach den jüngst leicht gestiegen Zinsen sind deutsche Wohnimmobilien-Aktien zum Teil stark gefallen und notieren aktuell teilweise deutlich unter ihrem Buchwert (Nettovermögenswert). Auf Grund der anhaltenden Wohnungsknappheit in Deutschland sei es allerdings unwahrscheinlich, dass die Kaufpreise in naher Zukunft fallen. Das biete gute Einstiegsgelegenheiten für Investoren. (mh)





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