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Digitale Energiewende: Jeder dritte Deutsche hat Interesse an Smart Metern
08. Juni 2018

Digitale Energiewende: Jeder dritte Deutsche hat Interesse an Smart Metern

Intelligente Stromzähler sind in Deutschland noch eine Randerscheinung. Das Interesse an Smart Metern wächst aber. Vor allem an tagesaktuellen Verbrauchsabrechnungen und Hinweisen auf Stromfresser sind die Deutschen interessiert. Viele Anwendungsmöglichkeiten sind der Mehrheit der Bundesbürger aber noch unbekannt.


Wie hoch ist meine Stromrechnung im laufenden Monat? Wie viel Energie verbraucht mein alter Kühlschrank? Und wie kann meine Spülmaschine signalisieren, wenn der Vorrat an Tabs aufgebraucht ist? Die Antworten darauf liefert ein intelligenter Stromzähler, auch Smart Meter genannt. Jeder dritte Bundesbürger (36%) hat grundsätzlich Interesse, einen solchen sogenannten Smart Meter zu nutzen. Bei den Jüngeren ist das Interesse an Smart Metern mit 46% der 18– bis 29-Jährigen und 42% der 30– bis 49-Jährigen besonders hoch.

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Transparenz statt Blackbox

Jeder vierte Bundesbürger kann sich die Nutzung hingegen eher nicht vorstellen und mehr als jeder Dritte kann sie sich überhaupt nicht vorstellen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.611 Bundesbürgern ab 18 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Noch ist der Energieverbrauch in den Haushalten eine Black Box. Die Verbraucher müssen einen schnellen und komfortablen Überblick erhalten, wo und wann sie besonders viel Energie verbrauchen und eventuell auch verschwenden“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Genau diese Funktionen nennen auch diejenigen, die sich für Smart Meter interessieren, als Anschaffungsgründe. So wollen 58% jederzeit eine verbrauchsgenaue Stromrechnung einsehen und 56% wollen mit einem Smart Meter Geräte mit einem hohen Stromverbrauch in ihrem Haushalt identifizieren.

Völlig neue Zusatzangebote

„Mit Smart Metern sind auch völlig neue, digitale Zusatzangebote rund um den Energieverbrauch möglich“, erläutert Rohleder. So könne der Smart Meter feststellen, wie oft die Spülmaschine in einem bestimmten Zeitraum gelaufen ist und es könnten dann automatisch Spültabs nachbestellt werden. Wer zum Beispiel alleinlebende ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Familienmitglieder hat, könne hingegen mithilfe von Smart Metern gewarnt werden, wenn ein Notfall vorliegt, da dann der Stromverbrauch vom gewohnten Schema abweicht. Solche neuen Anwendungen sind nur für eine kleine Minderheit derzeit Gründe, sich für Smart Meter zu interessieren: Gerade einmal 5% finden die Notruf-Funktion interessant, 2% das automatische Bestellen von Verbrauchsmitteln.

Vorurteile und Vorbehalte

Wer sich nicht für Smart Meter interessiert nennt als Hauptgrund, dass er darin keinen Nutzen sieht (42%). Mit Abstand folgen ein zu hoher Preis (25%), grundsätzlich fehlendes Interesse an Smart-Home-Anwendungen (23%) und eine zu aufwändige Installation (22%). Sicherheitsbedenken spielen dagegen eine untergeordnete Rolle: 14% sorgen sich um den Missbrauch persönlicher Daten. 9% fürchten Hacker-Angriffe über die Geräte. Nur 4% meinen, die Geräte seien technisch nicht ausgereift. (mh)





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