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Diese Fehler sollten Häuslebauer bei der Baufinanzierung vermeiden
29. März 2018

Diese Fehler sollten Häuslebauer bei der Baufinanzierung vermeiden

Bei der Finanzierung der eigenen vier Wände kann einiges schiefgehen. Und angesichts der immensen Summen, die dabei im Spiel sind, werden Fehler bei der Baufinanzierung auch in Zeiten der Niedrigzinsen schnell teuer. Die Fehler, die Häuslebauer bei der Finanzierung tunlichst vermeiden sollten, haben die Experten von Baufi24 nun aufgelistet.


Immobilienfinanzierungen sind trotz des jüngsten Zinsanstiegs nach wie vor historisch günstig. Dennoch sollten zukünftige Bauherren den Abschluss einer Finanzierung nicht übereilen. „Die Zinsen sind lediglich minimal gestiegen, von einer echten Verteuerung bei Finanzierungen kann derzeit nicht die Rede sein. Deshalb dürfen sich Interessierte auch nicht zu einem voreiligen Abschluss verleiten lassen. Vielmehr sollte ihre Finanzierung auf einer soliden Basis beruhen“, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de. Damit Bauherren mit ihrem Kredit auf der sicheren Seite sind, sollten sie die folgenden Stolperfallen unbedingt vermeiden.

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Zu wenig Eigenkapital

Kaum ein Häuslebauer bezahlt seine Traumimmobilie komplett aus eigener Tasche. Dennoch sollten Bauherren über genügend Eigenkapital verfügen. Davon profitieren sie laut Baufi24 gleich doppelt: Zum einen gewähren Banken Kredite eher aufgrund des verringerten Risikos, zum anderen wird die Finanzierung für den Kreditnehmer günstiger. „Kunden sollten im Idealfall 20 bis 30%, mindestens aber die Nebenkosten in Höhe von 7 bis 12% selbst zahlen können“, rät Scharfenorth.

Nur auf die Hausbank setzen

Gerade in finanziellen Angelegenheiten setzen die meisten Deutschen auf Vertrauen. Daher ist die Hausbank für eine Immobilienfinanzierung die erste Anlaufstelle. Allerdings kommt das günstigste Finanzierungsangebot nicht immer von ihr. Deshalb lohne sich ein Vergleich verschiedener Kreditanbieter: „Je umfangreicher Kunden die Konditionen vergleichen, desto eher erhalten sie das beste Angebot“, meint Scharfenorth.

Zu niedrige Tilgung

Dank der niedrigen Zinsen können sich Familien ein Haus leisten, das eigentlich außerhalb ihrer finanziellen Möglichkeiten liegt. Kommt es dann bei der Anschlussfinanzierung zum Zinsanstieg werden die monatlichen Raten schnell unbezahlbar. Daher gilt es, gerade bei momentan niedrigen Zinsen mit einer hohen Tilgung einzusteigen, um den Kredit so schnell wie möglich zurückzuzahlen. „Als Richtwert sollten zukünftige Hausbesitzer die momentane Kaltmiete nehmen. Wesentlich höher darf die Rate nicht ausfallen, damit sie sich im Alltag nicht einschränken müssen“, erläutert Scharfenorth.

Zu kurze Zinsbindung

Auch bei der Zinsbindung können Irrtümer ins Geld gehen: Je kürzer die Zinsbindung, desto günstiger der Kredit. Allerdings sollten gerade jetzt Bauherren die Zinsaufschläge in Kauf nehmen, um die Anschlussfinanzierung mit wahrscheinlich höheren Zinsen so lange wie möglich aufzuschieben.

Zu wenig Rücklagen

Bei der Kalkulation der Finanzierung ist es empfehlenswert, Rücklagen zu bilden. Ohne ein finanzielles Polster sorgen beispielsweise unvorhergesehene Reparaturen schnell für echte Schwierigkeiten. Auch nach dem Kauf sollten Bauherren über eine Notreserve von drei bis sechs Netto-Monatseinkommen verfügen, um einen Puffer für eventuelle Probleme zu haben.

Fehlende Absicherung

Tritt der Ernstfall ein und es kommt zum Verlust der Arbeitsstelle oder gar zum Todesfall, kann die Immobilienfinanzierung schnell ins Wanken geraten. Deshalb sollten sich Bauherren gegen Arbeitslosigkeit oder -unfähigkeit absichern. Auch eine Risikolebensversicherung sowie Unfallversicherung sind im Ernstfall entscheidend sein. Mit einer gründlichen Absicherung muss beispielsweise Arbeitslosigkeit nicht auch den Verlust des neuen Eigenheims bedeuten. (mh)





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