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Diese Dinge nerven Vermieter am meisten
03. Juli 2018

Diese Dinge nerven Vermieter am meisten

Was nervt Vermieter am meisten? Dieser Frage ist eine aktuelle Umfrage von immoverkauf24 unter mehr als 800 Vermietern nachgegangen. Ökonomische Aspekte sind demnach weniger problematisch. Die größten Belastungen sind vielmehr sozialer Natur.


Angesichts rarer Geldanlagemöglichkeiten mit attraktiver Rendite spielen immer mehr Menschen mit der Überlegung, sich eine Immobilie als Kapitalanlage anzuschaffen. Jeden Monat entspannt von Mieteinnahmen zu leben, klingt zwar verlockend. In der Realität ist das Vermieterleben aber oft gar nicht so entspannt, denn die Rolle des Vermieters bringt durchaus eine Reihe von Herausforderungen mit sich: Eine aktuelle Umfrage von immoverkauf24 unter mehr als 800 Vermietern ergab, hat nun die fünf Dinge offenbart, die Mieter als besonders belastend empfinden.

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Ökonomische Aspekte eher zweitrangig

Der Umfrage zufolge sind es tatsächlich weniger ökonomische Aspekte, die Eigentümer belasten. Nur knapp 10% der Vermieter bewerten ihre Investitionskosten im Verhältnis zum Ertrag als nicht angemessen. Weniger als 6% hadern mit der Fahrzeit zum Objekt. Mehr als 16% sind hingegen vom allgemeinen Verwaltungsaufwand rund um Betriebskostenabrechnung, Instandhaltungsmaßnahmen und Co. genervt.

Soziale Belastungen wiegen schwerer

Die größten Belastungen sind aber sozialer Natur: Für rund ein Drittel der befragten Vermieter ist es die Mietersuche bzw. Mieterauswahl. „Private Vermieter sind in besonderem Maße auf verlässlich zahlende und langfristige Mieter angewiesen“, erklärt Dr. Niels Jacobsen, Geschäftsführer und Inhaber von immoverkauf24. „Denn im Gegensatz zu einem Wohnungsunternehmen kann ein privater Vermieter Mietausfälle meist nicht einfach abfedern. Im schlimmsten Fall, wenn er etwa mit Mietnomaden zu tun hat, kann das für ihn sogar die Insolvenz bedeuten. Entsprechend sorgfältig muss er die Akquise und Auslese der Bewerber durchführen – das kostet Zeit und Nerven.“

Unkooperative Mieter

Ist dann ein Mieter gefunden, fangen für viele Vermieter die Herausforderungen erst an. 38% der Befragten reiben sich an unkooperativen Mietern auf. „Bei unseren täglichen Gesprächen mit Immobilienverkäufern handelt es sich vielfach um Eigentümer, die „vermietungsmüde“ sind. Sie haben keine Lust mehr, sich mit Mietern auseinanderzusetzen, die andere Bewohner stören, den Vermieter auch bei Reparaturen nicht in die Wohnung lassen wollen oder ihre Miete nicht pünktlich zahlen“, weiß Jacobsen. Wer Vermieter werden will, solle daher nicht nur über das nötige Kapital, sondern auch über Fingerspitzengefühl gepaart mit einem dicken Fell verfügen. (mh)





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