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Die Varianten des Immobiliendossiers
15. August 2018

Die Varianten des Immobiliendossiers

Das Immobiliendossier ist die Visitenkarte des Hauses. Das Dossier informiert über die Immobilie und die Wege, um Eigentümer oder Mieter dieser Immobilie zu werden. Welche Tipps zu berücksichtigen sind, damit das Immobiliendossier auch ankommt, und wie es um den Erfolg des Immobilienflyers bestellt ist, verrät dieser Beitrag.


Das macht ein gutes Immobilien-Exposé aus

Es gibt ganz simple Grundregeln, die all jene berücksichtigen sollten, die mit ihrem Immobiliendossier Käufer oder Mieter finden möchten.

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1. Die Headline.

Die Überschrift des Exposés ist entscheidend. Ist es eine vergleichsweise langweilige Überschrift, sticht sie kaum unter den unzähligen anderen hervor. Das Fazit: Das Exposé wird keine Interessenten anlocken. Wer jedoch im Wording der Zielgruppe spricht und die Suchanfrage dieser mit der Headline des Exposé beantwortet, wird Anfragen erhalten. Ein Beispiel: Die „gemütliche Maisonette-Wohnung mit reichlich Platz und Sonnenschein“ spricht eher Familien an. Das „repräsentative Loft mit hochwertiger Ausstattung“ könnte auch einen erfolgreichen Geschäftsmann ansprechen.

2.) Der Ansprechpartner.

Wer lange suchen muss oder nur auf Umwegen zu den Kontaktdaten des verantwortlichen Ansprechpartners gelangt, der verschenkt sich vielleicht den Weg zu den Besuchern, die nicht suchen wollen. Tipp: Ansprechpartner sollten immer mehrere Kontaktmöglichkeiten anbieten – per Mail, per WhatsApp, einen Xing-Kontakt oder andere Möglichkeiten.

3.) Die Beschreibung.

Die Varianten des Immobiliendossiers

Die Kunst einer effektiven Beschreibung liegt darin, die Zielgruppe neugierig zu machen und sie mit wohl gewählten Worten zu erreichen. Das bedeutet: Eine Beschreibung muss informieren und zugleich ansprechen, ohne zu blumige und werbewirksame Worte zu verwenden. Für die Zielgruppe relevante Keywords sind von hoher Bedeutung.

So ist es beispielsweise für junge Familien entscheidend, dass die Infrastruktur im Ort passt. Kindergarten, Schule und Verkehrsanbindung sind von großer Bedeutung. Wer nach einem Gewerbeobjekt sucht, der möchte seiner Kundschaft im besten Fall eine gute Erreichbarkeit offerieren. Also sind ein Bahnhof in der Nähe oder eine Bushaltestelle ebenso wichtig wie ausreichend Parkplätze vor der Tür. Bezüglich der Beschreibung der Innenausstattung gilt Ähnliches: Familien legen viel Wert auf ein pflegeleichtes Objekt. Gewerbetreibende müssen aus der Beschreibung herauslesen können, dass es sich um ein repräsentatives Objekt handelt.

Zu den wichtigsten Daten der Beschreibung zählen diese:

  • Informationen zu den einzelnen Räumen: Quadratmeterangaben, Ausstattungsmerkmale wie Bodenbeläge, …
  • Informationen zum Dach: Baujahr, Dämmung, Form
  • Informationen zum Haus und zum Grundstück: Baujahr, Zustand, Quadratmeterangaben des Grundstücks, Anzahl der Räume, Terrasse, Balkon etc.
  • Informationen zur Heizung: Art der Heizung, Baujahr, Wartung
  • Informationen zur Lage des Grundstücks: unmittelbare Lage/Nachbarschaft, Infrastruktur im Ort (Einkaufsmöglichkeiten, Bushaltestellen, etc.)

Natürlich muss im ausführlichen Dossier auch Platz sein für die „Besonderheiten“ des Hauses. Dazu zählen beispielsweise ein als Wellnessraum ausgebautes Dachgeschoss, ein Whirlpool im Garten, eine Sauna, ein offener Kamin sowie spezielle Ausstattungsmaterialien wie beispielsweise Marmor oder vergoldete Wasserhähne.

4.) Die Bilder.

Die Varianten des Immobiliendossiers

Die Worte der Beschreibung haben sicherlich bereits Bilder vor dem imaginären Auge erscheinen lassen. Die Bilder des Objekts, die nun das Exposé ergänzen, bestätigen diesen Eindruck im besten Fall. Passen Text- und Bildwelt nicht zusammen, lässt das den Interessent meist irritiert zurück. Das wirkt sich mitunter negativ auf die Kauf- oder Mietangelegenheit aus.

Wohin mit dem Immobiliendossier?

Natürlich ist der Online-Auftritt der rechte Ort für ein Immobiliendossier. Ob wirklich die ausführliche Variante online publiziert wird oder nur eine Kurzvariante davon, muss der Makler auch mit Blick auf die Konkurrenzsituation entscheiden. In Anbetracht des großen Interesses an Wohnraum ist es ausreichend, ein Kurzdossier online zu stellen. Das ausführliche Dossier, idealerweise in gedruckter Form, dient vor Ort oder im Einzelgespräch als Präsentationsvorlage. Exklusivität erhält diese Präsentationsvorlage dadurch, dass sie eben nur jenen gezeigt wird, die starkes Interesse am Objekt zeigen.

Wird beispielsweise eine offene Besichtigung terminiert, kann es sinnvoll sein, das Dossier in der Kurzvariante als Flyer drucken zu lassen. Das gibt denjenigen, die das Objekt besichtigen, die Möglichkeit, die wichtigsten Informationen rund um das Objekt und den Verkauf nach der Besichtigung unverbindlich mitzunehmen. Zuhause kann dann nachgerechnet werden, ob das Objekt erschwinglich ist – beispielsweise auch dann, wenn noch Renovierungs- und Sanierungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Anschließend verweist der Kontakt direkt auf denjenigen, der für den Verkauf oder die Vermietung zuständig ist.

Die Varianten des Immobiliendossiers

Die Herausforderung bei der Erstellung eines Dossier-Flyer ist die Entscheidung, was denn nun wichtig genug ist, um auf den Flyer zu kommen. Tipp: Die Kurzbeschreibung sollte stichpunktartig erfolgen, dafür aber alle wichtigen Werte und Daten aufgreifen. Auch die Headline und die Kontaktdaten des Ansprechpartners sind wichtig. Auf der Rückseite ist dann Platz für die Bilder. Aber Achtung: Eine kleine Bildunterschrift ist dringend erforderlich, um den Interessenten eine Orientierung zu geben, in welchem Raum das Bild entstanden ist.

Recherchetipp: Weitere Tipps und Tricks rund ums Immobiliendossier verrät dieser Beitrag.





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