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Die häufigsten Fehler bei der Immobilienfinanzierung
17. Oktober 2017

Die häufigsten Fehler bei der Immobilienfinanzierung

Kaum ein Eigenheim kommt ohne eine passende Finanzierung aus. Bei dieser kann aber viel falsch gemacht werden. Diese Fehler werden zudem oft sehr teuer. Das Baufinanzierungsportal Baufi24.de hat nun die häufigsten Fehler bei der Immobilienfinanzierung zusammengefasst.


Dank andauernd niedriger Zinsen zieht es immer mehr Deutsche ins Eigenheim. Grundsätzlich ist dies auch eine sehr sinnvolle Entscheidung, denn Immobilienbesitz zählt mehr denn je als wichtigster Baustein für die Absicherung im Alter. „Obwohl die Bedingungen für Immobilienkredite aktuell so günstig sind wie nie, tappen Häuslebauer dennoch immer wieder in typische Fallen bei der Baufinanzierung“, meint Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de. Er hat nun einige Fallstricke zusammengefasst, die Kreditnehmer auf jeden Fall vermeiden sollten.

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Erstbestes Angebot annehmen

Wer anfängt sich mit dem Thema Immobilienfinanzierung zu beschäftigen, merkt schnell, dass am Markt viele Anbieter um die Gunst der Kreditkunden buhlen. Wichtig ist, nicht vorschnell einen auf den ersten Blick vermeintlich günstigen Kreditvertrag zu unterschreiben. Ratsam ist es hier auf jeden Fall immer mehrere Angebote einzuholen und die Konditionen im Einzelnen ganz in Ruhe zu vergleichen. Oft steckt der Teufel im Detail und zusätzliche Kosten sind nicht auf den ersten Blick ersichtlich.

Kaum Eigenkapital

Nicht zuletzt seit Inkrafttreten der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) im März 2016 schauen Kreditinstitute beim vorhandenen Eigenkapital genauer hin. Da eine hohe Eigenkapitalquote das Risiko für die Bank deutlich mindert, gewährt sie Kredite eher und das auch zu günstigeren Konditionen. „Kunden sollten möglichst über eine Eigenkapitaldecke von 20 bis 30% verfügen; mindestens aber die Nebenkosten in Höhe von 7 bis 12% selbst abdecken können, die beim Kauf noch hinzukommen“, rät Ex Scharfenorth.

Zu niedrige Tilgung

Viele zukünftige Immobilienbesitzer lassen sich von niedrigen monatlichen Raten locken und setzten dabei die Tilgung zu gering an. Dabei machen nur wenige Prozentpunkte am Ende der Laufzeit eine große Summe aus und die Immobilie ist deutlich schneller abbezahlt. Zwar muss die monatliche Rate zur persönlichen Lebenssituation passen, aber gerade in zinsschwachen Zeiten empfehle es sich, möglichst hoch zu tilgen, um schneller ans Ziel zu kommen. Als guter Richtwert für die zukünftig gut tragbare Rate, gelte dabei die monatliche Kaltmiete, die zuvor gezahlt wurde.

Keine Rücklagen

Viele Häuslebauer kalkulieren zu knapp und vergessen dabei unvorhergesehene Ausgaben wie Reparaturen oder Investitionen für notwendige Modernisierungsarbeiten. Außerdem sollte es weiterhin möglich sein, auch noch etwas Geld zu sparen oder zum Beispiel für einen Urlaub zurückzulegen. „Es ist empfehlenswert, das finanzielle Polster mit dem Kauf nicht komplett aufzubrauchen und die monatliche Belastung von etwa 40 bis 50% des Einkommens nicht zu überschreiten. Mit einer Sicherheitsreserve von drei bis sechs Netto-Monatseinkommen haben Bauherren einen ausreichenden Puffer für mögliche Probleme“, weiß Scharfenorth.

Familie nicht abgesichert

Aber viele Häuslebauer stecken alle zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel ausschließlich in die Finanzierung des Eigenheims und vergessen dabei die Absicherung der Familie im Falle von Krankheit oder Tod des Hauptverdieners. Tritt dann ein solches Ereignis ein, endet eine Finanzierung häufig im finanziellen Fiasko für die Familie, da die Belastung für eine Person allein nicht tragbar ist. Eine Risikolebensversicherung sowie Absicherung bei Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit schafft hier laut Bauf24.de Sicherheit.

Zu kurze Zinsbindung

In der Regel kann der Kreditnehmer wählen, ob er die Zinsen für 5, 10, 15, 20 oder 25 Jahre festschreiben lassen möchte. Dabei gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zinsaufschlag. Viele scheuen diese höheren Kosten und wählen nur eine kurze Dauer. „In Zeiten niedriger Zinsen, wie derzeit in Deutschland, empfiehlt sich immer eine lange Zinsbindung, um auch in ein paar Jahren noch von den gleichen Konditionen zu profitieren. Danach wird eine Anschlussfinanzierung benötigt. Wer die Zinsbindung zu kurz gewählt hat, und wenn die Zinsen in der Zwischenzeit gestiegen sind, kann bei einer knappen Kalkulation in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten“, mahnt Scharfenorth abschließend. (mh)





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