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Die fünf häufigsten Fehler beim Immobilienverkauf
13. Januar 2016

Die fünf häufigsten Fehler beim Immobilienverkauf

Von Nicolai Friedrichsen, BVFI-geprüfter Immobilienbewerter für Wohnimmobilien des Rhein-Main Immobiliencenter RMI

Der Verkauf einer Immobilie sollte nicht unterschätzt werden. Für einen reibungslosen Ablauf, müssen sich Eigentümer intensiv auf den Verkauf vorbereiten. Insbesondere wenn sie sich entschieden haben, den Verkauf selbst in die Hand zu nehmen. Diese fünf häufigsten Fehler sollten vermieden werden.


 
Nr. 1: Den Aufwand unterschätzen

Eine Immobilie zu verkaufen kostet Zeit, Geld und oft auch Nerven. Man sollte sich darauf einstellen, dass der Verkaufsprozess mehrere Monate benötigt. Von der Erstellung eines ausführlichen Exposés mit ansprechenden Fotos und einer einladenden Beschreibung über das Einstellen in mehreren Immobilienportalen, das Beantworten von Interessentenanfragen, Besichtigungen, die Beschaffung nötiger Dokumente, die Verkaufsvorbereitungen – eine Immobilie verkauft sich nicht nebenbei.

Nr. 2: Überhöhter Angebotspreis

Eigentümer neigen häufig dazu, den Preis ihrer Immobilie zu hoch einzustufen. Klar, ihr Zuhause soll möglichst viel einbringen. Den Preis senken kann man ja immer noch. Aus professioneller Sicht ist das nicht empfehlenswert. Überzogene Preisvorstellungen führen dazu, dass Interessenten ein Angebot entweder von vornherein nicht ernst nehmen und keinen Kontakt zum Anbieter aufnehmen. Oder sie besichtigen die Immobilie ohne ernsthafte Absichten, beanspruchen Zeit und kaufen letztlich doch nicht.

Interessenten gehen davon aus, dass der ausgeschriebene Angebotspreis als gesetzt gilt. Nicht jeder möchte in Preisverhandlungen wie auf einem Basar einsteigen. Letztlich wird ein Angebot so zum Ladenhüter. Die Folge: Der Verkaufspreis muss deutlich gesenkt werden. Potenzielle Käufer vermuten bei so einer Preiskorrektur, dass mit der Immobilie etwas nicht stimmen könnte. Man sollte daher besser gleich zum marktgerechten Preis anbieten.

Nr. 3: Nachlässige Präsentation

Ein verwilderter Garten, defekte Glühbirnen, quietschende Türen und Fenster, ein tropfender Wasserhahn – es gibt viele Details, die potentiellen Käufern auffallen und im Gedächtnis bleiben. Eine attraktive Immobilie sollte entsprechend sorgfältig präsentiert werden. Auch der Keller verdient Beachtung. Käufer investieren nicht nur in Wohn- sondern auch in Stauraum. Er sollte daher gut zugänglich und möglichst aufgeräumt sein.

Nr. 4: Kritik persönlich nehmen

Kaufinteressenten haben meistens etwas zu nörgeln. Entweder weil sie den Kaufpreis drücken wollen oder die Immobilie tatsächlich nicht gefällt. So etwas kann auf Dauer frustrieren. Das sollte man gelassen sehen, die Geschmäcker sind nunmal verschieden.

Nr. 5: Mehrere Makler beauftragen

Schwierigkeiten beim Immobilienverkauf führen nicht selten dazu, dass sich Eigentümer nach erster erfolgloser Suche doch an einen Immobilienmakler ihres Vertrauens wenden. Oft standen Objekte bis dahin monatelang in Immobilienbörsen. Entweder gab es kaum Anfragen oder viele ergebnislose Besichtigungen. Eigentümer sollten der Versuchung widerstehen, nun mehr als einen Vermittler zu beauftragen. Wenn mehrere Immobilienmakler ein Haus oder eine Wohnung anbieten, wirkt es auf potentielle Käufer als wollten der Eigentümer dringend verkaufen. Es entsteht der Eindruck eines billigen Angebots. Außerdem werden die beauftragten Makler unter hohem Konkurrenzdruck in kurzer Zeit möglichst viele Interessenten durch die Immobilie schleusen. Diesen Besichtigungstourismus braucht niemand. Ein professioneller Makler arbeitet effektiver und sucht gezielt nach passenden Interessenten.

Ursprünglich erschienen im Immobilien- und Livestyle-Blog Wohnen im Taunus von Nicolai Friedrichsen.





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