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Deutschland thront an der Spitze des europäischen Immobilien-Investmentmarkts
03. November 2017

Deutschland thront an der Spitze des europäischen Immobilien-Investmentmarkts

Der europäische Immobilien-Investmentmarkt bleibt in robuster Verfassung. Das zeigt der RICS Global Commercial Property Monitor. Deutschland nimmt dabei die Spitzenposition ein. Vor allem in Berlin und Frankfurt steigt die Nachfrage stark an.


Der RICS Global Commercial Property Monitor, ein Frühindikator für den gewerblichen Vermietungs- und Investmentmarkt weltweit, deutet auf eine robuste Dynamik auf dem europäischen Immobilieninvestmentmarkt im dritten Quartal 2017 hin. Deutschland nahm in diesem Zeitraum die Spitzenposition ein, wobei Berlin und Frankfurt einen starken Nachfrageanstieg verzeichneten. Auch München wies einen solchen auf, der im Vergleich jedoch etwas niedriger ausfiel.

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Nachfrageüberhang

Die meisten der befragten Unternehmen in Deutschland erwarten zwar, dass der Markt bald seinen Höhepunkt erreichen wird, dennoch gehen sie von einem Kaufpreisanstieg in diesen Städten in den nächsten zwölf Monaten aus. Der aktuelle Nachfrageüberhang führt der Analyse zufolge zu äußerst positiven Erwartungen hinsichtlich der Kaufpreisentwicklung, insbesondere in Budapest, Dublin, Lissabon und Sofia.

Solide Mietmarktdynamik

Der Mietmarktindex „Occupier Sentiment Index”, der die Dynamik auf dem Gesamtmarkt abbildet, lag im dritten Quartal mit +31 praktisch unverändert auf dem Stand des Vorquartals. Daraus lässt sich laut den Studienherausgebern eine solide Marktdynamik auf dem Vermietungsmarkt ablesen. Die Mieternachfrage verzeichnete zum wiederholten Mal einen robusten Anstieg und entsprach der Nachfrageentwicklung der drei Vorquartale. Zwischen den Immobilienarten gibt es jedoch weiterhin Unterschiede: Die Nachfrage nach Büroflächen nahm stark zu, während der Einzelhandel nur marginale Zuwächse verzeichnen konnte.

Investmentmarkt

Der Investmentmarktindex „Investment Sentiment Index” verbesserte sich derweil von +42 auf +50, was auf eine robuste Entwicklung auf dem Investmentmarkt hindeute. Die Nachfrage legte im dritten Quartal in allen Marktsegmenten deutlich zu — insbesondere nach Einzelhandelsobjekten. Auch das Interesse von Investoren aus dem Ausland zog über alle Asset-Klassen hinweg an. Das Angebot ging hingegen in allen Segmenten einen deutlich zurück. Die Befragten gaben im Schnitt ein Minus von 42% an.

Kaufpreisprognosen nach oben korrigiert

Nach Einschätzung von zwei Drittel der Befragten befindet sich der Markt am Höhepunkt des Marktzyklus. Ein knappes Drittel der Befragten geht aber weiter davon aus, dass es noch Luft nach oben gibt. Und obwohl die Hälfte der Befragten der Meinung ist, dass der Markt seinen Höhepunkt in naher Zukunft erreichen wird, wurden die Kaufpreisprognosen für die nächsten zwölf Monate zum ersten Mal seit vier Quartalen nach oben korrigiert. Es wird davon ausgegangen, dass die Kaufpreise in allen Marktsegmenten – in unterschiedlichem Maße – anziehen werden. (mh)





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