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Deutsche Immobilienverwalter erwarten starkes Gesamtjahr
02. Februar 2016

Deutsche Immobilienverwalter erwarten starkes Gesamtjahr

Die Mehrheit der deutschen Immobilienverwalter erwartet für 2016 weitere Umsatz- und Gewinnsteigerungen. Das ist das Ergebnis einer ersten Stichprobe des DDIV-Branchenbarometers. Zugleich warnt der Verband aber vor weiteren Belastungen seitens des Gesetzgebers.


78% aller Verwaltungsunternehmen in Deutschland rechnen 2016 mit einer Steigerung ihres Jahresumsatzes. Fast ein Fünftel verspricht sich Mehreinnahmen von über 10% im Vergleich zu 2015. Das ist das Ergebnis einer ersten Stichprobe aus dem 4. DDIV-Branchenbarometer, das der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter aktuell bundesweit durchführt. Nach Auswertung von bisher rund 300 Rückmeldungen befragter Wohnungs- und Immobilienverwaltungen basieren die positiven Umsatzaussichten vorwiegend auf erwarteten Mehreinnahmen aus der WEG-Verwaltung.

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Steigende Einnahmen durch Sonderleistungen

Drei von vier Immobilienverwaltungen gehen von einem Umsatzplus aus. 38% der Unternehmen rechnen mit einer Steigerung von bis zu 5%. Fast jedes Fünfte erwartet sogar ein Wachstum von über 10%. Mehr als 60% der Befragten versprechen sich zugleich steigende Einnahmen durch Sonderleistungen. Neben außerordentlichen Eigentümerversammlungen und der Begleitung von Bau- und Sanierungsmaßnahmen fallen beispielsweise auch die Vertretung bei Rechtsstreitigkeiten sowie die Ausstellung von Verwalterzustimmungen darunter.

Drei Viertel erwarten Gewinnplus

Die positiven Umsatzaussichten finden auch ihren Niederschlag in den Gewinnerwartungen: Knapp drei Viertel rechnen für das Jahr 2016 mit einem Plus im Vergleich zum Vorjahr. 19% gehen sogar von einem Zuwachs von mehr als 10% aus. Insgesamt streben drei von vier Verwaltungen eine Anhebung ihrer Grundvergütung im Bestand an – im Schnitt um 5%. Rund zwei Drittel beabsichtigen eine Erhöhung bei neu akquirierten Objekten um durchschnittlich 9%.

Zunehmende Anerkennung

„Es freut uns sehr, dass die positive Entwicklung weiter anhält und die Vergütungssätze allmählich steigen. Es zeigt uns, dass professionelles Verwalten zunehmend von Eigentümern anerkannt und honoriert wird“; kommentiert DDIV-Präsident Wolfgang D. Heckeler. Dennoch ist das Vergütungsniveau im Vergleich zu anderen immobilienwirtschaftlichen Dienstleistungen weiterhin zu gering. Es wird daher weiter ein wichtiges Anliegen sein, uns für eine steigende Honorierung beim Verbraucher einzusetzen.“

Warnung vor weiteren Belastungen

Zugleich warnt Heckeler davor, die Verwalter nicht mit noch mehr neuen gesetzlichen Aufgaben zu belasten. Bereits heute müssen Verwalter weit über 50 Gesetze und Verordnungen anwenden. Dies sollte der Gesetzgeber bei der Einführung und Novellierung von Gesetzen stets im Auge behalten. Gleichzeitig dränge die Einführung von Mindestqualifikationen mehr denn je. Der DDIV appelliert daher erneut an die Bundesregierung, das im Koalitionsvertrag vereinbarte Gesetzgebungsverfahren zur Einführung von Berufszulassungsregelungen nunmehr zum parlamentarischen Abschluss zu bringen. (mh)





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