Deutsche haben immer weniger Mietschulden | ImmoCompact - Nachrichten
AssCompact - Facebook AssCompact - Twitter AssCompact - Xing

Deutsche haben immer weniger Mietschulden
19. Juni 2018

Deutsche haben immer weniger Mietschulden

Die Mietschulden der Deutschen entwickeln sich klar rückläufig. Das geht aus den aktuellen Zahlen des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. hervor. 2017 sind die Mietschulden demnach um ein Zehntel gesunken. Seit 2003 haben sie sich sogar halbiert.


Die rund 3.000 im GdW organisierten Wohnungsunternehmen haben 2017 erneut einen Rückgang bei den Mietschulden verzeichnet. Konkret sind sie im vergangenen Jahr um 9,6% auf 372 Mio. Euro gesunken. Damit haben die Wohnungsunternehmen die Mietschulden seit dem Jahr 2003 um 385 Mio. Euro – und damit um mehr als die Hälfte – reduziert.

Anteil an Mieteinnahmen mehr als halbiert

Folgerichtig ist der Anteil der Mietschulden an den jährlichen Gesamtmieteinnahmen der GdW-Unternehmen ebenfalls rückläufig. Im Jahr 2016 betrugen die Mietschulden 2,0% der Jahressollmiete, 2017 waren es 1,9%. Seit dem Höchststand der Mietschulden im Jahr 2003 hat sich der Anteil der Mietschulden an der Sollmiete von damals 4,4% mehr als halbiert.

Trend dürfte anhalten

„Die positive Entwicklung hängt mit der wirtschaftlich stabilen Lage in Deutschland zusammen“, erklärte GdW-Präsident Axel Gedaschko. „Dieser Trend wird aller Voraussicht nach weiter anhalten, auch wenn er sich verlangsamen wird.“ Der Rückgang der Mietschulden über die vergangenen Jahre ergibt sich dem GdW zufolge auch aus dem aktiven und sozialen Vermietungs- und Mietschuldenmanagement sowie eigenen Beratungs- und Betreuungsangeboten der Wohnungsunternehmen für säumige Zahler.

Bonitätsauskünfte über Mietbewerber notwendig

Um Mietschulden auch in Zukunft vermeiden zu können, sei es aber wichtig, dass Vermieter bzw. Wohnungsunternehmen rechtzeitig vor Abschluss eines Mietvertrags die Mietbewerber erfolgreich dahingehend prüfen können, ob sie zahlungsfähig sind. Vermieter müssten entsprechende Bonitätsauskünfte über Mietbewerber einholen dürfen, denn sie dienen auch dem Mieter als Schutz vor Überschuldung. (mh)





ImmoCompact Abonnement

Sie wollen den ImmoCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des ImmoCompact Newsletters und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Mietpreisbremse ist ein Musterwerk der Symbolpolitik. Trotz aller Warnungen aus der Branche wollte die Bundesregierung sie unbedingt durchsetzen. Kurz vor der Wahl kommt die Einsicht von oberster Stelle. Hoffentlich war dies nicht die letzte Einsicht – denn die Wohnungs- und Immobilienpolitik der vergangenen Jahre ist ein einziges Debakel.