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Deutsche Eigenheimbesitzer fordern Unterstützung beim Glasfaseranschluss
26. Juni 2018

Deutsche Eigenheimbesitzer fordern Unterstützung beim Glasfaseranschluss

Jeder dritte Besitzer eines Eigenheims in Deutschland würde Glasfaser nur legen lassen, wenn es nichts kostet. Im Falle einer staatlichen Förderung der schnellen Anschlüsse sähe das schon anders aus. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom.


Schnelles Internet per Glasfaser ist vielen Immobilieneigentümern nicht viel wert. Stand heute wären Eigenheimbesitzer nicht bereit, die Kosten für den Anschluss ihres Hauses mittels Glasfaser zu übernehmen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 519 Internet-Haushalten mit Immobilienbesitz. Danach würde sich ein Drittel Glasfaser nur dann legen lassen, wenn es nichts kostet. 28% würden einmalig maximal 500 Euro pro Immobilie ausgeben. Bei 1.000 Euro ist dann auch für echte Glasfaserfans Schluss. Nur 4% würden bis zu 1.000 Euro für ihren Glasfaseranschluss zahlen, mehr kein einziger Befragter.

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Anreize gefordert

Für viele Wohneigentümer wären Anreize interessant, mit denen die Anschlusskosten abgefedert würden. Fast die Hälfte würde sich Glasfaser legen lassen, wenn die Kosten durch staatliche Förderung vergünstigt würden, etwa durch Gutscheine. Vier von Zehn wären dazu bereit, wenn sie die Anschlusskosten steuerlich absetzen könnten. Nur jeder fünfte Immobilieneigentümer würde auf keinen Fall Glasfaser in sein Haus oder seine Wohnung legen lassen. Dabei ist die Mehrheit der Internet-Haushalte mit Wohneigentum grundsätzlich überzeugt, dass ein Glasfaseranschluss den Wert der eigenen Immobilie steigern würde. 57% geben dies an.

Praxishindernisse abbauen

Um den Glasfaserausbau in Deutschland voranzutreiben, müssten aus Bitkom-Sicht mehre Praxishindernisse abgebaut werden. „Der Dschungel an bürokratischen Vorschriften und behördlichen Genehmigungsverfahren verhindert vielerorts einen schnellen Glasfaserausbau“, so Berg. Daher gelte es, die Antrags- und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und zu standardisieren. Zudem solle beim Ausbau verstärkt auf alternative Verlegetechniken gesetzt werden. (mh)





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