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Deutsche befürchten keine Immobilienblase
28. Mai 2018

Deutsche befürchten keine Immobilienblase

Die Immobilienpreise werden mittelfristig deutlich fallen – solche und ähnliche Aussagen waren von Immobilienexperten in den letzten Monaten häufig zu hören. Die breite Bevölkerung in Deutschland teilt diese Meinung allerdings ganz und gar nicht. Nur eine klare Minderheit befürchtet einen drastischen Preiseinbruch.


In letzter Zeit häuften sich die Expertenstimmen zu den Immobilienpreisen in Deutschland. Ob Bundesbank oder das Frühjahrsgutachten 2018 des Zentralen Immobilienausschusses (ZIA) – immer mehr Immobilienexperten halten die Immobilienpreise in Deutschland, und insbesondere in einigen deutschen Großstädten, für überteuert. Sie rechnen daher mit fallenden Immobilienpreisen. Teilweise wird sogar ein Rückgang der Immobilienpreise von einem Viertel bis zu einem Drittel innerhalb der nächsten fünf Jahre prognostiziert.

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Experten vs. Bevölkerung

Die Otto Normalverbraucher teilen diese Meinung überhaupt nicht. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von immoverkauf24 hervor. Rund 40% der Deutschen glauben demnach, dass sich die Preise auf hohem Niveau stabilisieren werden. Ein Drittel ist sogar davon überzeugt, dass die Immobilienpreise noch jahrelang weiter steigen werden. Nur jeder Fünfte geht hingegen von leicht sinkenden Preisen aus und nur eine Minderheit von rund 10% erwartet einen drastischen Einbruch.

Blasenangst kaum ein Verkaufsgrund

„Die Diskussion um fallende Immobilienpreise oder gar eine Immobilienblase wird von den meisten Immobilieneigentümern zwar wahrgenommen. Jedoch glauben nur wenige an entsprechende Prognosen und fühlen sich nicht betroffen“, kommentiert Dr. Niels Jacobsen, Geschäftsführer von immoverkauf24, die Umfrageergebnisse. Die Furcht vor sinkenden Preisen sei daher auch selten ein Grund für Immobilieneigentümer ihre Immobilie auf den Markt zu bringen.

Besonders konkrete Vorstellungen

„Meist verkaufen sie wegen veränderter Lebensumstände“, meint Jacobsen. „Allerdings erst dann, wenn eine Anschlussimmobilie vorhanden ist. Wer jedoch bereits eine Immobilie besitzt, hat vom neuen Eigenheim häufig besonders konkrete Vorstellungen – und die lassen sich auf dem zur Zeit abgegrasten Immobilienmarkt und den seit Jahren steigenden Kaufpreisen oft nicht realisieren. Ergebnis ist, dass verkaufswillige Immobilieneigentümer, die nicht unbedingt verkaufen müssen, ihr Objekt erst mit einigen Jahren Verzögerung auf den Markt bringen.“ (mh)





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