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Das eigene Zuhause ist ein gefährlicher Ort
07. September 2018

Das eigene Zuhause ist ein gefährlicher Ort

Wer glaubt, unterwegs im Auto sei es riskanter als im trauten Heim, der täuscht sich: Im eigenen Zuhause kommen drei Mal so viele Menschen durch Unfälle ums Leben als im Straßenverkehr. Mit 85% bilden Stürze die bei Weitem häufigste Todesursache für häusliche Unfälle.


Zuhause ist es am sichersten? Weit gefehlt! Die eigenen vier Wände sind viel riskanter, als man meint. Laut GDV sind 2015 knapp 10.000 Menschen durch Unfälle in vertrautem Terrain ums Leben gekommen. Damit sterben in den eigenen vier Wänden drei Mal so viele Personen durch Unfälle als im Straßenverkehr. Die Zahl der Verkehrstoten ist seit Jahren stetig gesunken. 2017 kamen rund 3.200 Menschen auf Deutschlands Straßen ums Leben.

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Zuhause trifft es vor allem Senioren

Was die Sterbefälle im eigenen Heim betrifft, sind vor allem ältere Menschen betroffen: 88% der Personen, die im Haushalt tödlich verunglücken, sind älter als 65 Jahre. Die mit deutlichem Abstand häufigste Todesursache für häusliche Unfälle sind Stürze (85 Prozent). Wie viele Opfer dabei von einer Leiter fallen, ist nicht erfasst.

Im Flugzeug ist es deutlich sicherer

Weniger riskant als auf den Straßen ist man übrigens im Flugzeug unterwegs. So ist das Risiko , im Auto tödlich zu verunglücken, laut Statistischem Bundesamt 839 Mal höher als im Flugzeug – bezogen auf die zurückgelegten Personenkilometer.

Mörderisches Büro

Am Arbeitsplatz sterben zwar jährlich deutlich weniger Menschen als im Straßenverkehr oder zu Hause, wie der GDV unterstreicht, und die meisten der rund 2.400 Arbeitsunfälle gehen mehr oder weniger glimpflich aus. Dennoch kommen Zahlen der Gesetzlichen Unfallversicherung zufolge pro Tag zwei Menschen auf der Arbeit ums Leben. 450 Menschen mussten im vergangenen Jahr direkt bei der Arbeit ihr Leben lassen, 280 auf dem Weg dahin. Die meisten tödlichen Unfälle registriert übrigens die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft. (tk)





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