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Bundesbank sieht (noch) keine Preisblase bei Immobilien
30. August 2017

Bundesbank sieht (noch) keine Preisblase bei Immobilien

Wie gefährlich ist die Lage am Markt für Häuser und Wohnungen in Deutschland? Diese Frage beschäftigt nicht nur Investoren und private Hauskäufer, sondern auch die Bundesbank. Insgesamt sieht sie derzeit keine gefährlichen Übertreibungen. Banken könnten laut der Bundesbank derweil selbst einen Preisrutsch um rund 30% relativ gut verkraften.


Die Bundesbank sieht derzeit keine Anzeichen für gefährliche Übertreibungen am Markt für Häuser und Wohnungen in Deutschland. „Wir sehen aktuell keine Immobilienpreisblase, die uns Sorgen bereiten müsste“, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret am Mittwoch in Frankfurt. Allerdings müsse man wachsam bleiben.

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Kreditvergabe kaum aufgeweicht

Auch für die Banken scheint die Lage weitestgehend handelbar zu sein. Zwar haben die Risiken bei der Vergabe von Wohnimmobilienkrediten leicht zugenommen haben, die Kreditvergabestandards und -konditionen seien aber zum großen Teil nicht aufgeweicht wurden. Dies war zum Teil nach der Neuordnung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) befürchtet worden.

Stabile Kapitalausstattung der Banken

Zudem hat die Bundesbank einen spezifischer Stresstest zum Engagement bei Wohnimmobilien durchgeführt, um abzuschätzen, wie sich ein möglicher Rückgang der Wohnimmobilienpreise um 20% beziehungsweise 30% innerhalb von drei Jahren auf die Kapitalausstattung der Kreditinstitute auswirken würde. Das Ergebnis fällt beruhigend aus. Den Modellanalysen zufolge sind die meisten Institute auch Korrekturen der Wohnimmobilienpreise von bis zu 30% gewachsen. Die harte Kernkapitalquote der Banken würde sich insgesamt nur um 0,5 beziehungsweise 0,9 Prozentpunkte verringern. (mh)





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