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BGH zur EnEV2014: Immobilienmakler haben gewonnen – und doch verloren
15. November 2017

BGH zur EnEV2014: Immobilienmakler haben gewonnen – und doch verloren

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich vor Kurzem mit den Informationspflichten von Immobilienmaklern beschäftigt. Immobilienmakler haben gewonnen – und doch verloren. Was das Urteil für sie konkret bedeutet, erläutert BVFI-Präsident Helge Norbert Ziegler.


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Kommentare

von Michael Rose am 16.11.2017 um 08:57 Uhr
Endlich Klarheit - Makler müssen, bei Vorliegen eines Energieausweises, dessen wesentlichen Inhalte bekanntgeben !

von Klaus Noethen am 16.11.2017 um 12:14 Uhr
Eigentlich geht es den Maklern darum, die Kosten der Inserate - auch im Interesse der Kunden - so niedrig wie möglich zu halten. Wo hier die Irreführung liegt, kann ich nicht erkennen. Wenn der BGH von "wesentlichen" Informationen spricht, dann wird dem Energieausweis bzw. den dort veröffentlichten Informationen ein zu hoher Stellenwert beigemessen. In der Praxis interessiert sich ein angehender Mieter nur selten für die Werte, und - zumindest beim Verbrauchsausweis - sind die dort enthaltenen Informationen meist nicht sehr belastbar.

von Karin Stroth am 16.11.2017 um 16:14 Uhr
Inserate auf Immobilienplattformen lassen ausführliche Informationen ohne Mehrkosten zu. Somit auch umfassende Infos zum (vorliegenden) Energieausweis.
Bei Printmedien, die nach Zeilen abrechnen, dürften sich die Kosten vervielfachen. Dies kann weder im Interesse der Zeitungen liegen (ich z.B. inseriere Mietwohnungen daher gar nicht mehr im Print-Bereich) denen jetzt auch noch die letzten Inserenten weglaufen, noch der (meist älteren) Suchenden, die nicht über Internet verfügen. Auf der anderen Seite bin ich bisher noch nie (!) von einem Mietinteressenten auf diesen Wert angesprochen worden. Was unterm Strich für sie wissenswert war, sind die realen Kosten. Und die sind bekanntlich individuell, denn dem einen reichen 18 Grad und Pullover und der andere mag gern kuschelige 25 Grad.
Der Verbrauchsausweis ist m.E. - wie Sie so schön sagten, Herr Noethen - nicht sehr belastbar. Und die Verpflichtung, einen solchen Wert - vor allen mit allen relevanten Daten - im Printbereich anzugeben, ist reine Geldschneiderei, die niemandem nutzt. Was also spricht dagegen, diese Werte beim ersten Kontakt abzufragen ...?

von Thomas Seibold am 16.11.2017 um 12:41 Uhr
Die Deutsche Umwelthilfe ist Marktteilnehmer? - oder Mitanbieter? Woher nimmt diese "Organisation" das Recht abzumahnen? Diesem "Verein" gehört mal ganz heftig ein Strafverfahren an den Hals gehängt!!!!! Diese deutschen Besserwisser und Klugscheißer mahnen ab wo auch immer es geht und kein Anwalt oder Richter findet es als angebracht zu hinterfragen ob die überhaupt dazu berechtigt sind. Dass diese von Toyota gesponserten Nestb......... auf alles was an deutscher Industrie und Gewerbe existiert los gehen ist ja bekannt, siehe "Diesel-Abgasskandal". Wieso legt die Industrie denen nicht das Handwerk? Herr Noethen hat völlig Recht: Es interessiert niemanden mit welchen, teilweise theoretischen, Werten eine Gebäude belegt ist. Seit diese Ausweise pflicht sind hat mich ein einziges Mal ein Mietinteressent und einmal Mal ein Kaufinteressent danach gefragt. Die Menschen interessiert viel mehr welche Kosten in absoluter Zahl anfallen und nicht was hier als Hyroglyphen in einem Ausweis steht. Dass Effizienzklasse A+++ gerechneter Blödsinn ist weiß ja inzwischen auch schon jedes Kind. Oh je, wo ist das Hirn?

von Heiko Haller am 17.11.2017 um 11:46 Uhr
Herr Seibold, ich beziehe mich mal auf Ihren letzten Satz (der mit dem Hirn): Die DUH ist klageberechtigter Verbraucherschutzverband. Falls Ihnen das nichts sagt, empfehle ich die Lektüre des UKlaG (Unterlasssungsklagengesetz).
Man kann von der DUH halten, was man will, aber das ändert nichts am Status der DUH als klageberechtigter Verband.
Und nur mal so am Rande: Ein Gericht prüft immer zunächst die Zuständigkeit für eine eingereichte Klage, dann die Zulässigkeit der Klage (hier also: Darf die DUH in dieser Sache überhaupt klagen?) und nimmt sich erst im dritten Schritt des Inhalts der Klage an. Wenn das Gericht also die Klage nicht im zweiten Schritt abgewiesen hat, dann können Sie darauf vertrauen, dass die DUH klagen DARF!
Sie scheinen unternehmerisch tätig zu sein (als Makler?), da erstaunt es mich um so mehr, wie wenig Sie von diesem Sachverhalt wissen. Noch mehr erstaunt es mich, wenn vor dem Hintergrund kompletter Ahnungslosigkeit gleich nach Strafverfahren geschrien wird. Aber so ist das inzwischen immer öfter zu beobachten.
Zum Inhalt: Es ist doch völlig wurscht, ob Interessenten danach fragen oder nicht. Es ist auch wurscht, ob die Verbrauchsausweise belastbar sind. Es gibt eine gesetzliche Vorgabe (die zwar so zunächst die Makler nicht adressiert, aber eben dennoch über Umwege wirksam ist), warum also soll hier mit zweierlei Maß gemessen werden? Und gerade die Branche der Makler leidet unter dem Ruf, nicht überall seriös zu arbeiten. Das ist schade (und nachteilig für die, die sich um Seriosität bemühen). Es wäre ja mal eine Gelegenheit, hier etwas zu ändern.
Und noch etwas: Wenn es in der Praxis nicht mehr kostet (außer Print, aber das ist nur noch eine Randerscheinung) und die Informationen vorliegen, welchen Grund sollte es denn geben, diese Infos nicht zu liefern? Das kann doch nur unseriöse Hintergründe haben. Und wenn eine Hütte auf Grund von zu hohen Werten nicht am Markt vermittelt werden kann, hätte man das Mandat lieber nicht angenommen. So bereinigt sich das Problem letztlich von ganz allein.



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